01.10.2013 29.02.2020
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Deutsch-russische Zusammenarbeit in der Polar- und Meeresforschung

Die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Russland auf dem Gebiet der Meeres- und Polarforschung basiert auf einer Fachvereinbarung, die 1995 von den zuständigen Ministerien unterzeichnet wurde. Ein Deutsch-russischer Lenkungsausschuss kommt seitdem regelmäßig zusammen, um laufende Projektaktivitäten zu bewerten und neue Themenschwerpunkte zu identifizieren. Die Treffen finden abwechselnd in Russland und in Deutschland statt.

Die Untersuchungen sind auf deutscher Seite in das neue BMBF-Rahmenprogramm zur Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA3) eingebunden werden im Forschungsprogramm MARE:N umgesetzt.
Gemeinsame Forschungsexpeditionen, Publikationen und ein intensiver Austausch zwischen den russischen und deutschen Wissenschaftlern belegen die guten, partnerschaftlichen Beziehungen auf Arbeitsebene.

Kernthemen der deutsch-russischen Zusammenarbeit in der Meeres- und Polarforschung sind:

  • Rückgang des arktischen Meereises und Rückkopplung auf Atmosphäre, Ozean und Ökosysteme,
  • arktischer Klimawandel in Raum und Zeit,
  • Methanhydrate und deren Freisetzung in Permafrost-Regionen,
  • Chancen und Risiken zunehmender wirtschaftlicher Nutzung der Arktis.

Eine gemeinsame Ausschreibung bilateraler Forschungsvorhaben wurde im Juni 2016 veröffentlicht. Die ersten Forschungsprojekte haben im März 2017 begonnen.

Im Mai 2017 trafen sich deutsche und russische Wissenschaftler in St. Petersburg und haben das wissenschaftliche Programm des Verbundprojekts CATS vorgestellt. Im Projekt „CATS - Das arktische transpolare System im Wandel" untersucht ein Konsortium aus zehn deutschen und russischen Forschungseinrichtungen, wie sich der Klimawandel auf den sensiblen arktischen Lebensraum auswirken wird und inwieweit die Veränderungen auch das Klima in Europa beeinflussen werden. Das Hauptarbeitsgebiet sind Schelf und Kontinentalhang der westlichen Laptewsee sowie die Wilkizkistraße und Sewernaja Semlja (Forschungsstation Kap Baranow) in der russischen ausschließlichen Wirtschaftszone. Koordinatorin Dr. Heidemarie Kassens vom GEOMAR berichtet im Interview über die deutsch-russische Arktisforschung und erzählt, warum Polarforscher auf dem Eis immer ein Gewehr dabeihaben.

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