APV-MaGa - Agrophotovoltaik und nachhaltige Stromproduktion durch integrierte Nahrungsmittel-, Energie- und Wassersysteme (Mali, Gambia)

Die westafrikanischen Länder Mali und Gambia bilden mit anderen Ländern die afrikanische Sahelzone, die eine der ärmsten und ökologisch am stärksten geschädigten Regionen weltweit ist. Diese Regionen gelten als ein für den Klimawandel sehr anfälliges Gebiet, da der Temperaturanstieg voraussichtlich 1,5-mal höher sein wird als in der übrigen Welt (USAID, 2017). Die Förderung der Ernährungssicherheit hat in beiden Ländern höchste Priorität.

Das Forschungsprojekt APV-MaGa der Fördermaßnahme „CLIENT II – Internationale Partnerschaften für nachhaltige Innovationen" will Agrophotovoltaik als nachhaltiges Energieerzeugungssystem in Mali und Gambia etablieren. Das versorgt die lokale Bevölkerung mit Nahrung, Wasser und Elektrizität und stärkt gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit der Landwirtschaft gegen den Klimawandel.

Unter Koordination der United Nations University untersuchen Fachleute im Forschungsprojekt APV-MaGa ein Verfahren, das eine gleichzeitige Nutzung landwirtschaftlicher Flächen für die Nahrungsmittelproduktion und die Stromerzeugung – die sogenannte Agrophotovoltaik - ermöglicht. Mit dieser Technik liefern die meisten Nutzpflanzen in trockenen, heißen und sonnigen Klimaregionen höhere Erträge, da die Photovoltaik-Paneele sie vor übermäßiger Sonne, Hitze und anderen Unwetterereignissen schützen.

Agrophotovoltaik-Systeme erlauben durch Regenwassergewinnung auch intelligente Bewässerungssysteme. Um die technische und sozioökonomische Tragfähigkeit der Technologie in Westafrika zu untersuchen, werden insgesamt fünf Pilotanlagen entwickelt und installiert: eine Pilotanlage in Mali und vier Pilotanlagen in Gambia.

Projektpartner:

• United Nations University
• Fraunhofer ISE
• Deea solutions GmbH
• Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

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