FOREST-Partnerschaft – Europäische Zusammenarbeit für resiliente Wälder und eine nachhaltige Bioökonomie

Europas Wälder stehen unter Druck – gleichzeitig wächst ihre Bedeutung für Klimaschutz, Biodiversität und eine nachhaltige Wirtschaft. Genau hier setzt die europäische Partnerschaft FOREST an: Sie bündelt Kräfte aus Forschung, Politik und Praxis, um gemeinsam Lösungen für die Wälder der Zukunft zu entwickeln.

Die FOREST-Partnerschaft („Forests, forestry, and the forest-based sector: Research and innovation for a Sustainable Transition“) ist auf zehn Jahre angelegt und vereint rund 100 Partner aus 28 Ländern – darunter Förderorganisationen und Forschungseinrichtungen gleichermaßen. Ziel ist es, den Übergang zu einer nachhaltigen und kreislauforientierten forstbasierten Bioökonomie aktiv zu gestalten, die Rolle der Wälder für Klimaresilienz und Biodiversität zu stärken und die Zusammenarbeit in Europa und darüber hinaus deutlich auszubauen.

Wälder bedecken mehr als 40 Prozent der Landfläche der Europäischen Union und erfüllen zentrale ökologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Funktionen. Gleichzeitig nehmen die Belastungen durch Klimawandel, Extremereignisse sowie Schädlinge und Krankheiten zu. Die FOREST-Partnerschaft reagiert darauf mit einem integrierten Ansatz: Sie vernetzt Akteure, fördert Wissenstransfer und stärkt die wissenschaftliche Basis für politische Entscheidungen.

Transnationale Förderaufrufe und weitere Aktivitäten

Ein zentrales Element der Partnerschaft sind die gemeinsamen transnationalen Förderaufrufe (Calls). Insgesamt sind sieben Calls geplant, die jährlich veröffentlicht werden und ein zweistufiges Verfahren umfassen (Pre-Proposal und Full Proposal). Sie ermöglichen es Forschungseinrichtungen und weiteren Akteuren, sich aktiv an der europäischen Zusammenarbeit zu beteiligen und innovative Lösungsansätze zu entwickeln.

Zusätzliche Aktivitäten wie der Aufbau von europäischen Reallabor-Netzwerken, Harmonisierung von Monitoringsystemen, gemeinsame Nutzung von Forschungsinfrastrukturen oder Programme zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses stärken die langfristige Kooperation und den Austausch zwischen Forschung und Praxis.

Beratungsangebote

  • Joint Call 2026 - Information Webinar - 17.09.2026, 10 Uhr (online) - Registration link
  • Webinar für deutsche Antragsteller – 17.09.2026, 11.15 Uhr (online) – Link folgt
  • Networking-Event Call 2026 - 30.09.2026 (Brüssel) - Forest Momentum: From Strategy to Action
  • Call for experts – werde Gutachter für die Begutachtung künftiger Projektanträge - Become an expert

Ziele der Förderaufrufe
Mit der Beteiligung an der FOREST-Partnerschaft verfolgt das BMFTR, insbesondere folgende Ziele:

  1. Stärkung resilienter Waldökosysteme und nachhaltiger, multifunktionaler Waldlandschaften in Europa,
  2. Weiterentwicklung nachhaltiger und zirkulärer Wertschöpfungsketten auf Basis des Rohstoffs Holz,
  3. Ausbau transnationaler Kooperationen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft.

Forschungsthemen
Die Calls der FOREST-Partnerschaft orientieren sich an der Strategischen Forschungs- und Innovationsagenda (SRIA) mit vier zentralen Themenfeldern:

• Resiliente Wälder und Waldlandschaften
• Diversifizierte Waldbewirtschaftung für multiple Funktionen
• Innovative Forstprodukte und zirkuläre Bioökonomie
• Gesellschaft, Politik und Governance

Die konkreten Inhalte, Fristen und Beteiligungsmöglichkeiten werden jeweils in den Ausschreibungsunterlagen der Partnerschaft sowie in den nationalen Förderaufrufen veröffentlicht.

Einordnung der Maßnahme

Mit der nationalen Rahmenbekanntmachung schafft das BMFTR die Grundlage für die Beteiligung deutscher Akteure an den transnationalen Calls der FOREST-Partnerschaft. Gleichzeitig trägt die Maßnahme zur Umsetzung zentraler nationaler und europäischer Strategien bei, darunter die Nachhaltigkeitsstrategie, die FONA-Strategie sowie Initiativen im Kontext des European Green Deal.

 

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