20.03.2015 31.12.2022
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Nachhaltige Transformation urbaner Räume - Sozial-ökologische Forschung

Ziel der Fördermaßnahme ist es, durch gesellschaftsbezogene inter- und transdisziplinäre Forschungsprojekte Vorschläge für Transformationsprozesse in urbanen Räumen zu entwickeln und gemeinsam mit der Praxis zu erproben, die dem Leitbild der Nachhaltigen Entwicklung verpflichtet sind.

Weltweit wandeln sich derzeit ländliche und urbane Räume in einem Maße wie kaum jemals zuvor. Nicht nur demographische und ökonomische Prozesse, auch der Klimawandel und andere Umweltveränderungen erzeugen Handlungsdruck. Den Städten steht ein Modernisierungsprozess bevor, der nicht nur ökologische, ökonomische, räumliche und technische Fragen bearbeitet, sondern der auch den sozialen Problemlagen in den Stadtgesellschaften gerecht wird. Es gilt, soziale Spaltungen zu mindern, sozio-ökonomische und städtebauliche Strukturen zu stabilisieren sowie zugleich neue umweltverträgliche, resiliente technische Systeme in städtischer Infrastruktur, gewerblichen Unternehmen und privaten Haushalten zu etablieren.

Die nachhaltige Transformation urbaner Räume zielt auch auf eine Verbesserung der Lebensqualität in der Stadt, indem weniger Ressourcen verbraucht, die Luftqualität verbessert und die Lärmbelastung verringert, indem Flächen und Infrastrukturen effizienter genutzt, Verteilungswirkungen und Teilhabemöglichkeiten gerechter gestaltet, verschiedene Kulturen und soziale Gruppen integriert sowie neue Formen der Kommunikation und der Kooperation von Kommune und Wirtschaft erprobt werden. Nicht zuletzt soll die Bevölkerung intensiver an den Prozessen und Entscheidungen zur Stadtentwicklung beteiligt werden. Bestenfalls wird Nachhaltigkeit zu einem Anliegen der gesamten Stadtgesellschaft, das sich auch in den verschiedensten individuellen oder kollektiven Aktivitäten ausdrückt, vom bürgerschaftlichen Engagement bis zum urban gardening.

Folgende Themen werden in dieser Fördermaßnahme behandelt:
A. Transformationsmanagement, Governance und Partizipation: Gestaltung des Wandels gemeinsam mit Bürgern und Zivilgesellschaft.
B. Wandel städtischer Wirtschaftsstrukturen: Optionen und Potenziale einer nachhaltigen Entwicklung.
C. Sozial-ökologische Transformation städtischer Infrastrukturen und Resilienz: Potenziale und Risiken integrierter Versorgungssysteme.
D. Städtisches Leben und Urbanität: Den demographischen Wandel gestalten, soziale, ökologische und kulturelle Chancen in Quartieren und Stadtteilen nutzen, alternative Nutzungskonzepte entwickeln.

In der zweiten Phase der Fördermaßnahme (2019-2022) steht im Vordergrund, die Projekte in Richtung Umsetzung, Verstetigung und Transfer weiterzuentwickeln. Die Arbeit in den Reallaboren wird verstärkt (Umsetzung), es werden neue Partnerkommunen als Verbundpartner mit Zuwendung ins Konsortium aufgenommen, was vor allem dem Transfer der bereits im Erstvorhaben erzielten Ergebnisse dient (Transfer); außerdem wird die Zusammenarbeit mit lokalen Praxispartnern verstärkt, also mit jenen Institutionen, die nach Ende der Förderung für eine Versteigung der Projektergebnisse sorgen sollen (Verstetigung). Neben praktischen Erfolgen im Sinne o.g. Ziele werden Forschungs- und Umsetzungsaktivitäten aus Kommunen, Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und der Politik stärker vernetzt, um künftig noch besser umsetzungsfähige Lösungen zu erarbeiten.

Informationen zu den geförderten Projekten sowie zu übergreifenden Ergebnissen und Themen können auf der Internetseite des Synthese- und Vernetzungsprojekts Zukunftsstadt (SynVer*Z) abgerufen werden.

Die Fördermaßnahme ist der Leitinitiative „Zukunftsstadt" zugeordnet. Sie bezieht sich auf die „Forschungs- und Innovationsagenda" (FINA) der Bundesregierung im Wissenschaftsjahr 2015 „Zukunftsstadt". Die bisherige und laufende Förderung der „Sozial-ökologischen Forschung" (SÖF) wird um diesen neuen Schwerpunkt ergänzt.

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