FairFAnK - Die Finanzierung von Anpassung an den Klimawandel im globalen Süden. Auf der Suche nach gerechtfertigten und praxistauglichen Verteilungsverfahren und -kriterien

Der Klimawandel trifft gerade diejenigen besonders stark, die am wenigsten zu seiner Verursachung beigetragen haben. Die Notwendigkeit, den globalen Süden bei der Anpassung an klimatische Änderungen zu unterstützen, hat die internationale Gemeinschaft anerkannt und daher zugesagt, ab 2020 jährlich 100 Milliarden US-Dollar an Klimafinanzierung für Entwicklungsländer bereitzustellen. Bislang werden aber deutlich weniger Mittel zur Verfügung gestellt und es ist unklar, nach welchen Kriterien und Verfahren eine gerechte Verteilung der Finanzierung von Anpassung an den Klimawandel erfolgen kann.

FairFAnK führt eine Analyse zur Verteilung der Anpassungsgelder durch. Diese bildet die Grundlage für eine kritische Reflektion der Verteilungsaspekte. Für die Kriterien „Vulnerabilität" und „Demokratie" wird dabei im Detail untersucht, ob und wie sie im Verteilungsprozess sinnvoll eingesetzt werden können. Aus der Analyse des Status quo und dessen Bewertung werden Handlungsempfehlungen für Akteure der Anpassungsfinanzierung abgeleitet.
Für das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), den Green Climate Fund (GCF) und Empfängerländer werden Gestaltungsoptionen in Bezug auf gerechtfertigte Kriterien und Indikatoren entwickelt. Dem GCF werden zusätzlich Vorschläge für eine Reform des Vergabeverfahrens unterbreitet, die auf andere Klimafonds übertragen werden können. Das Fallbeispiel der Seychellen dient exemplarisch für andere kleine Inselstaaten des Globalen Südens, um Anpassungs- und Entwicklungsentscheidungen besser zu planen und aufeinander abzustimmen und erfolgreiche regionale Strategien zu ermöglichen.

 

Projektleitung
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Prof. Dr. Christian Baatz
Tel.: 0431 / 880 2823
E-Mail: baatz@philsem.uni-kiel.de

 

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