DECADE – De-Carbonizing Economic Development in Sub-Saharan Africa

In den letzten Jahren wurde der globale Emissionsanstieg vor allem vom Wirtschaftswachstum der Entwicklungsländer getrieben, besonders in Asien. Die Länder Subsahara-Afrikas (SSA) könnten diesen weiter vorantreiben, da ihr Energiebedarf in den kommenden Jahrzehnten voraussichtlich stark steigen wird. Das Pariser Abkommen unterstreicht den engen Zusammenhang zwischen Emissionsminderung und nachhaltiger sozio-ökonomischer Entwicklung. Eine Schlüsselfrage für Entwicklungsländer ist daher, wie CO2-intensive Entwicklungsschritte umgangen werden können.

Zielsetzung

Im Projekt werden Karbonisierungsdynamiken und klimapolitische Optionen in SSA untersucht. Insbesondere sollen mögliche kurzfristige Einstiege in kohlenstoffarme Entwicklungspfade für die Länder Subsahara-Afrikas analysiert werden, um eine Pfadabhängigkeit in langlebigen Infrastrukturen zu verhindern. Dabei befasst sich das Projekt auch mit dem Zusammenhang sowie Zielkonflikten von Klimaschutzmaßnahmen mit anderen Entwicklungszielen, wie Armutsbekämpfung und Beschäftigung. Damit soll das Verständnis der politischen und institutionellen Treiber und Hindernisse, welche die Energiewende in SSA-Ländern prägen, verbessert werden, indem vergleichende Fallstudien durchgeführt werden.

Die Ergebnisse sollen zur wirksamen Umsetzung des Pariser Abkommens beitragen. Die Analyse von Synergien und Zielkonflikte zwischen Klimaschutz und anderen Politikzielen zeigt auf, wie die national festgelegten Beiträge (NDCs) der SSA-Länder implementiert und international weiter unterstützt werden können, z. B. durch internationale Klimafinanzierung. Das Projekt wird wissenschaftlich fundierte Entscheidungsgrundlagen für die Politik und Zivilgesellschaft in den Bereichen Klima und Entwicklung auf der nationalen (z. B. Ruanda, Senegal, Südafrika, Deutschland), regionalen (regionale afrikanische Organisationen, EU) und internationalen (UN, Weltbank) Ebene liefern.

An dem Verbundprojekt sind Forschende dreier Institute beteiligt: Dem Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC), dem Leibniz Institut für Globale und Regionale Studien (GIGA) und dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (RWI).
Ein umfassender Austausch mit afrikanischen Entscheidungsträgern, Vertretern der nationalen und internationalen Zivilgesellschaft sowie Entwicklungsakteuren ist vorgesehen.

Kontakt

Jan Christoph Steckel
Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) gGmbH
EUREF-Campus 19
Torgauer Str. 12-15
10829 Berlin
Tel.: + 49 (0)30 33 85 537 203
E-Mail: steckel@mcc-berlin.net

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