DecarbLau: Mobilisierung endogener Entwicklungspotenziale für den Strukturwandel – Dekarbonisierung einer Braunkohleregion

Die Lausitz ist eine sogenannte strukturschwache Region: ihre Wachstumsrate, ihr Beschäftigungsniveau und ihre Pro-Kopf-Produktivität sind im bundesdeutschen Vergleich unterdurchschnittlich. Die Beendigung der Braunkohleverstromung trifft somit eine Region, die bereits nach der Wende einen massiven Strukturbruch zu verarbeiten hatte. Um dem Verlust von wirtschaftlichen Potentialen vorzubeugen und um die Akzeptanz für ein mögliches Phasing Out der Braunkohleverstromung zu steigern, ist daher eine proaktive Strukturpolitik notwendig.

Zielsetzung

Die Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung" empfiehlt einen sukzessiven Kohleausstieg bis zum Jahr 2038. In einer strukturschwachen Region wie der Lausitz, in der die Kohle eine überdurchschnittliche wirtschaftliche Rolle einnimmt, sind durch den Ausstieg zwischen 15.000 und 20.000 Arbeitsplätze direkt und indirekt betroffen. Das Projekt „DecarbLau" befasst sich in diesem Kontext damit, Handlungsempfehlungen für die Aktivierung der ökonomischen und innovativen Potentiale der Lausitz abzuleiten, um dem Verlust der Arbeitsplätze entgegenzuwirken.

Weitere Projektziele/Arbeitsschritte:

  1. Eine modellbasierte Abschätzung der möglichen Arbeitsplatzeffekte verschiedener Entwicklungspfade des Phasing-Outs.
  2. Die Identifikation von endogenen Entwicklungspotentialen innerhalb und außerhalb der regionalen Energiewirtschaft. (smart specialisation)
  3. Die Evaluation der institutionellen Arrangements zur Aktivierung und Entwicklung dieser Potentiale und gegebenenfalls Reformvorschläge.
  4. Eine Analyse und das Design von Instrumenten und Förderprogrammen für die Strukturentwicklung in der Lausitz.
  5. Eine Untersuchung der kommunalen Leistungsfähigkeit unter besonderer Berücksichtigung der regionalen demografischen Entwicklung mit Blick auf die Erhaltung der Lebensqualität in der Region.
  6. Stärkung der Akteurspartizipation an der regionalen Strukturentwicklung.

Projektpartner: BTU Cottbus-Senftenberg, TU Dresden, IÖW und das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH)
Stakeholder: Bürger, Wirtschaft, Politik, Verbände und Kammern, Hochschulen

Kontakt

Prof. Stefan Zundel
Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg
Fachgebiet Allgemeine VWL mit dem Schwerpunkt Energie- und Umweltökonomik
Universitätsplatz 1
01968 Senftenberg
Tel.: + 49 (0)3573 85 441
E-Mail: zundel@b-tu.de

 

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