NostaClimate – Die Relevanz nichtstaatlicher Akteure für individuelle Klimaschutzaktivitäten und Klimapolitik

Nationale Regulierungen alleine werden wahrscheinlich nicht ausreichen, um die Emissionsziele aus dem Pariser Klimaabkommen zu erreichen, sondern müssen von individuellen Akteuren aufgegriffen und durch freiwillige Klimaschutzaktivitäten ergänzt werden. Nichtstaatliche Akteure könnten auf diese Weise dazu beitragen, die Lücke zwischen staatlichen und individuellen Beiträgen und den Klimaschutzzielen zu überwinden.

Zielsetzung

Zu nichtstaatlichen Akteuren zählen zivilgesellschaftliche Gruppen (z. B. Kirchen, NGO), Akteure der Wirtschaft (z. B. Unternehmen) und subnationale Akteure (z. B. Kommunen). Im Klimaschutz können nichtstaatliche Akteure direkt durch freiwillige Aktivitäten und indirekt durch ihren Einfluss auf die Akzeptanz von Klimapolitik und auf Klimaschutzaktivitäten individueller Akteure sowie durch die Kontrolle von Klimaschutzmaßnahmen staatlicher und anderer nichtstaatlicher Akteure zur Verringerung der Treibhausgasemissionen beitragen. NostaClimate verfolgt deshalb die folgenden zwei Forschungsziele:

  1. Erkenntnisse zur Relevanz nichtstaatlicher Akteure für die Klimapolitik gewinnen, insbesondere in Bezug auf die Umsetzung von Klimaschutzzielen in Regulierungen und die Überwachung zugesagter staatlicher Aktivitäten sowie
  2. Erkenntnisse zur Relevanz nichtstaatlicher Akteure als Multiplikatoren für individuelle Klimaschutzaktivitäten durch deren vorbildliches Verhalten und die Gestaltung sozialer Normen gewinnen.

Um robuste Ergebnisse zu erhalten, verwendet NostaClimate einen Mix aus fünf methodischen Ansätzen, d. h. (i) theoretische Analysen, (ii) strukturierte Interviews, (iii) mikroökonometrische Analysen von Befragungsdaten, (iv) Laborexperimente und (v) Feldexperimente. Die Projektergebnisse werden auf der Projektwebsite, in Newslettern und in Policy Briefs veröffentlicht. Darüber hinaus werden die Ergebnisse auf Seminaren und ökonomischen Konferenzen präsentiert und als Diskussionspapiere und Fachartikel publiziert.

Das Verbundprojekt wird von der Universität Kassel koordiniert. Projektpartner sind das Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim, das Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) Karlsruhe, die Universität Hamburg und die Westfälische Wilhelms-Universität Münster.

Kontakt

Prof. Dr. Andreas Ziegler
Universität Kassel
Institut für Volkswirtschaftslehre, Fachgebiet Empirische Wirtschaftsforschung
Nora-Platiel-Straße 5
34109 Kassel
Tel.: + 49 (0)561 804-3038
E-Mail: andreas.ziegler@uni-kassel.de

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