PEGASOS – Die politische Ökonomie eines globalen Kohleausstiegs

Für die Erreichung der internationalen Klimaziele des Pariser Abkommens ist ein baldiger Ausstieg aus der Nutzung kohlenstoffintensiver Kohletechnologien unerlässlich. Ziel des Projektes ist die Identifizierung wirtschaftlich effizienter und politisch tragfähiger Politikoptionen für einen globalen Kohleausstieg. Dies erfordert ein detailliertes Verständnis der Verteilungswirkungen solcher Politiken sowie der relevanten politökonomischen Kräfte.

Zielsetzung

Das Projekt zielt auf die Identifizierung von wirtschaftlich effizienten und ökonomisch tragfähigen Politikoptionen für einen globalen Kohleausstieg – unter Berücksichtigung der relevanten polit-ökonomischen Kräfte. Der Forschungsrahmen ist multidisziplinär und auf die integrierte Betrachtung multipler gesellschaftlicher Ziele wie Klimaschutz, Gesundheitsschutz und Wettbewerbsfähigkeit ausgerichtet. Dabei sollen drei zentrale Forschungsfragen beantwortet werden:

  1. Was können wir von den bisher gemachten Erfahrungen über die politische Ökonomie eines globalen Kohleausstiegs lernen?
  2. Wie wirken sich Marktdynamiken und politische Prozesse auf die Auswirkungen der nationalen Kohleausstiegspolitik aus?
  3. Welche zentralen Politikoptionen gibt es, in den nächsten Jahrzehnten einen globalen Kohleausstieg unter der Berücksichtigung ihrer spezifischen polit-ökonomischen Kräfte zu organisieren?

Neben den Beiträgen in internationalen wissenschaftlichen Fachzeitschriften, wird das Projekt das bisher verfügbare Wissen aufbereiten und für Wissenschaft, Politik und Gesellschaft durch ein Web-Portal zugänglich machen. Die Projektergebnisse werden unter besonderer Berücksichtigung ihrer Anwendbarkeit in nationalen und internationalen klimapolitischen Diskursen (z. B. Klimaschutzplan, UNFCCC) sowie der strategischen Verwertbarkeit in wissenschaftlichen Assessment Prozessen (z. B. IPCC) synthetisiert und in angemessenen Formaten (policy briefs, Gesprächskreise, Webinars etc.) zielgruppenspezifisch kommuniziert.

Das Verbundprojekt ist eine Kooperation des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC), des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster. Ein Begleitkreis mit Repräsentantinnen und Repräsentanten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, des Bundesverbands der Energie und Wasserwirtschaft, der Agora Energiewende, des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der Klima Allianz Deutschland sowie von GERMANWATCH hilft bei der kritischen Reflektion und Kommunikation der Projektinhalte und -ergebnisse.

Kontakt

Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) gGmbH,
Prof. Jan Christoph Minx
EUREF-Campus 19
Torgauer Str. 12-15
10829 Berlin
Tel.: + 49 (0)30 33 85 537 250
E-Mail: minx@mcc-berlin.net

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