SLICE – Kurz- und Langzeitfolgen von klimatischen Extremereignissen

Klimaextreme wie Überschwemmungen, tropische Wirbelstürme, Hitzewellen und Dürren verursachen nicht nur erhebliche direkte Schäden, sondern haben auch das Potenzial, sozioökonomische Entwicklungsperspektiven langfristig zu verschlechtern. Allerdings mangelt es derzeit noch an einem umfassenden Verständnis der wichtigsten Einflusskanäle von Klimaextremen auf die sozioökonomische Entwicklung. Dieses wird von Entscheidungsträgern dringend zur Implementierung effizienter Anpassungsstrategien benötigt.

Zielsetzung

Ziel des Projekts ist es, ein tiefgreifendes, prozessbasiertes Verständnis des Einflusses von Klimaextremen auf die sozioökonomische Entwicklung zu erhalten. Dabei kombinieren wir ökonometrische Methoden mit dynamischer, prozessbasierter Modellierung. Wir identifizieren Hochrisikoländer, die klimatischen Extremereignissen besonders stark ausgesetzt sind und mit besonders verwundbarer Volkswirtschaft. Zudem vergleichen wir kurz- und langfristige Klimaschäden wie sie bei einem relativ niedrigen Erwärmungsniveau (1,5°C - 2°C) im Einklang mit dem Pariser Abkommen zu erwarten wären mit denen bei stärkerer Erwärmung zu erwartenden Klimaschäden. Dadurch unterstützen wir maßgeblich Entscheidungsträger, die an den internationalen Klimaverhandlungen zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens beteiligt sind. Zudem untersuchen wir in enger Zusammenarbeit mit Stakeholdern aus internationalen Institutionen (z.B. der Weltbank und dem Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung-ifad), der (Rück-) Versicherungsbranche (z. B. Swiss Re) und Ratingagenturen (z. B. Standard & Poor's) die Wirksamkeit und Integrierbarkeit verschiedener Anpassungsmaßnahmen, die von physischen Maßnahmen (wie z. B. dem Bau von Deichen) bis hin zu politischen Instrumenten (wie z. B. Klimarisikoversicherungen und nationalen und internationalen Wiederaufbauhilfen) reichen.

SLICE ist ein Verbundprojekt des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, Climate Analytics und des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung.

Kontakt

Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)
Transformation Pathways
Christian Otto, Tobias Geiger
Büro 1.35, Telegraphenberg A 56
14473 Potsdam

Tel.: + 49 (0)331 288-2481 / -2589
E-Mail: christian.otto@pik-potsdam.de, tobias.geiger@pik-potsdam.de

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