06.07.2026 31.08.2030
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Europäische Partnerschaft RAMP– Europäische Zusammenarbeit für resiliente und nachhaltige Rohstoff-Wertschöpfungsketten

Die Versorgung mit metallischen und mineralischen Rohstoffen zählt zu den zentralen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte. Kritische Rohstoffe sind unverzichtbar für Energiewende, Digitalisierung, moderne Mobilität und zahlreiche Schlüsseltechnologien. Genau hier setzt die europäische Partnerschaft RAMP an: Sie bündelt Forschung, Wirtschaft und Politik, um gemeinsam nachhaltige und resiliente Rohstoff-Wertschöpfungsketten aufzubauen.

Die europäische Partnerschaft „Raw Materials for the Green and Digital Transition“ (RAMP) vereint über 50 Partner aus 33 Ländern und Regionen sowie die europäische Kommission mit dem Ziel, die Rohstoffsouveränität Europas zu stärken und Innovationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette voranzubringen. Im Fokus stehen die nachhaltige Bereitstellung, Nutzung und Wiederverwertung metallischer und mineralischer Rohstoffe für eine klimaneutrale und zirkuläre Wirtschaft. Europa ist bei vielen strategisch wichtigen Rohstoffen in hohem Maße von Importen abhängig. Gleichzeitig steigt die weltweite Nachfrage nach Materialien wie Lithium, Seltenen Erden oder anderen Technologierohstoffen kontinuierlich an. RAMP reagiert auf diese Entwicklung mit einem koordinierten Forschungs- und Innovationsansatz, der europäische Kompetenzen bündelt und grenzüberschreitende Zusammenarbeit fördert. 

Transnationale Förderaufrufe und weitere Aktivitäten

Ein zentrales Element der europäischen Partnerschaft sind gemeinsame transnationale Förderaufrufe (Joint Calls). Insgesamt sind sieben Ausschreibungsrunden geplant, die jährlich während der Laufzeit der Partnerschaft (2025-2037) veröffentlicht werden. Sie ermöglichen Forschungseinrichtungen, Unternehmen und weiteren Akteuren, gemeinsam innovative Lösungen für aktuelle Herausforderungen entlang der Rohstoff-Wertschöpfungskette zu entwickeln.

Darüber hinaus fördert RAMP die langfristige Vernetzung von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Partnerschaft unterstützt den Austausch von Wissen und Best Practices, stärkt internationale Forschungskooperationen und trägt dazu bei, Investitionen in Forschung und Innovation europaweit besser aufeinander abzustimmen.

Einordnung der Maßnahme

Mit der nationalen Rahmenbekanntmachung schafft das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) die Grundlage für die Beteiligung deutscher Akteure an den transnationalen Ausschreibungen der RAMP-Partnerschaft. Die Maßnahme unterstützt zugleich die Ziele der Hightech Agenda Deutschland, der Strategie Forschung für Nachhaltigkeit (FONA), der Rohstoffstrategie der Bundesregierung sowie des europäischen Critical Raw Materials Act.

Ziele der Förderaufrufe

Mit der Beteiligung an der RAMP-Partnerschaft verfolgt das BMFTR insbesondere folgende Ziele:

  1. Aufbau resilienter und nachhaltiger Wertschöpfungsketten für metallische und mineralische Rohstoffe,
  2. Stärkung von Rohstoffeffizienz, Kreislaufwirtschaft und hochwertigem Recycling,
  3. Ausbau transnationaler Kooperationen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und weiteren gesellschaftlichen Akteuren.

Forschungsthemen

Die Förderaufrufe orientieren sich an der Strategischen Forschungs- und Innovationsagenda (SRIA) der Partnerschaft und umfassen vier zentrale Themenbereiche:

  • Nachhaltige Versorgung mit primären und sekundären Rohstoffen
  • Rohstoffeffizientes Produktdesign und rohstoffeffiziente Produktionsverfahren
  • Nachhaltige Nutzung und Wiederverwendung von Produkten
  • Querschnittsthemen zur Beseitigung von Innovationshemmnissen

Die konkreten Inhalte, Fristen und Beteiligungsmöglichkeiten werden jeweils in den Ausschreibungsunterlagen der Partnerschaft sowie in den nationalen Förderaufrufen veröffentlicht.

Der Projektträger Jülich (PtJ) unterstützt das BMFTR bei der nationalen Projektförderung im Rahmen dieser Partnerschaft. Der Projektträger gab am 14.07.2026 in einem Webinar einen Überblick über RAMP, den ersten Förderaufruf 2026 sowie die nationalen Förderbedingungen.

Die Folien dazu befinden sich hier: Nationales Info-Webinar Folien

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