09.12.2016 31.07.2021
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Auswahlphase
Förderphase

SUGI – Globale Initiative für Nachhaltige Urbanisierung

Weltweit wächst die Bevölkerung in den Städten. Wasser- und Energieressourcen müssen zukünftig effizienter eingesetzt werden. Auch das Thema Nahrungsmittelproduktion vor Ort wird immer wichtiger. Die globale Initiative SUGI hat Forschung in den drei Themenfeldern Energie-Wasser-Nahrungsmittel verbunden und in dieser Interdisziplinarität Wege zur effizienten und nachhaltigen Stadtentwicklung entwickelt.

Die weltweiten Herausforderungen bezüglich steigender Bevölkerungszahlen in Städten, und dem damit einhergehenden steigenden Bedarf an Nahrungsmitteln, Wasser sowie Energieressourcen müssen gemeistert werden und sind für zukünftige Stadtentwicklungen essentiell. Deshalb wurde gemeinsam vom Belmont Forum und der Joint Programming Initiative Urban Europe (JPI Urban Europe) die Europäische Fördermaßnahme „Sustainable Urbanisation Global Initiative“ (SUGI) erarbeitet.

SUGI verfolgte das Ziel, innovative Lösungen für die Herausforderung des Lebensmittel-Wasser-Energie Nexus (Food-Water-Energy / FWE-Nexus) zu entwickeln und letztlich die Lebensqualität in Städten zu verbessern und nachhaltige Stadtentwicklung zu sichern.

Förderinstitutionen aus 22 Ländern waren an der Finanzierung von SUGI beteiligt. Das BMBF förderte referatsübergreifend die deutschen Partner in neun Verbundprojekten. Zu den geförderten Einrichtungen zählten Hochschulen, außeruniversitäre Forschungsinstitute, Kommunen und Unternehmen sowie Verbände.

Forschungsverbünde
Diese Verbünde, an denen deutsche Partner beteiligt waren, wurden vom BMBF-Referat 723 (Globaler Wandel, Klimaforschung) gefördert:

FEW-Meter
In den letzten Jahrzehnten hat sich die urbane Landwirtschaft zu einer der möglichen Lösungen entwickelt, die Bereitstellung gesunder Lebensmittel zu verbessern und die mit langen Lieferketten verbundene räumliche und zeitliche Trennung von Produktion und Konsum sowie deren Umweltauswirkungen zu reduzieren. Das Projekt konnte aufzeigen, dass verschiedene, eher konventionelle Formen urbener Landwirtschaft hierzu ihren Beitrag leisten können, wenn es gelingt, deren Produktivität zu erhöhen, die Marktschancen zu verbessern sowie Nachhaltigkeitsstrategien auf übergeordneter Maßstabsebene in einem integrierten Ansatz zu entwickeln.

  • Das FEW-Meter-Team hat gezeigt, wie wichtig es ist, das menschliche Element in Nexus-Studien im Bereich der urbanen Landwirtschaft einzubeziehen. Das Akronym FEWP (Food-Energy-Water-People wurde dabei konzeptionell entwickelt und geprägt, um den erweiterten methodischen Ansatz zur Danenerhebung und -analyse zu beschreiben.
  • Durch intensive Zusammenarbeit mit Fallstudienteilnehmenden in 74 urbanen Gärten und Farmen konnten erstmals belastbare Daten über den Einsatz von Ressourcen sowie die Input-Output-Ströme in verschiedenen Formen urbaner Landwirtschaft generiert werden.
  • Die weltweit einzigartige Datenbank wird zukünftig ein individuelles Benchmarking, aber auch umfangreiche weitere Forschung ermöglichen, so zum Beispiel zur Rolle der eingebauten grauen Energie in der Ausstattung und Infrastruktur urbaner Gärten.
    Die vom Team entwickelte Roadmap für eine optimale Nutzung städtischer Resourcen kann weltweit Anwendung finden, insbesondere im Kontext von Industrieländern.

IN-SOURCE
Aufgrund des Klimawandels sind stetig wachsende Städte weltweit mit der Aufgabe konfrontiert, eine sichere Versorgung mit Nahrungsmitteln, Wasser und Energie (Food-Water-Energy/FWE) bereitzustellen. Dafür benötigen Regierungen, Versorger, Entwickler, Investoren und andere Entscheidungsträger Entscheidungshilfen, um sektorübergreifende Auswirkungen auf FWE-Systeme aus verschiedenen Blickwinkeln identifizieren, quantifizieren und visualisieren zu können – zum Beispiel für Stadtentwicklungsstrategien mit der Erarbeitung von CO2-Minderungsplänen und für die Abschätzung von Investitionen in die
FWE-Infrastruktur.
Das Projekt IN-SOURCE zielte darauf ab, einen städtischen Daten- und Modellierungsrahmen auf Basis des CityGML-Standards zu entwickeln, um Kommunen und Landkreisen bei der Analyse und Charakterisierung von FWE-Systemen und deren Nexus-Beziehungen zu helfen. Dieser Rahmen nutzt ein gemeinsames 3D-Datenmodell für Städte und Regionen in Europa und den Vereinigten Staaten und ist auch auf die Fallstudien des internationalen Verbunds, Wien und New York City, anwendbar.

Vertical Green 2.0
Bei diesem Projekt lag der Fokus der Technischen Universität Berlin auf der Entwicklung von Netzwerken. So wurden sehr gute Verbindungen zu den Projektpartnern der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) und dem Urban Planning Institute of the Republick of Slovenia (UIRS) aufgebaut.

 

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