Mit Leib und Seele dabei

Dr. Alexander Graf hat mit seiner Nachwuchsgruppe eine Anlage gebaut, um Profilmessungen von Treibhausgasen durchzuführen.

Der Landschaftsökologe freut sich als Leiter der Nachwuchsgruppe über die Entwicklung seiner Doktorandinnen und darüber, dass sie „irgendwann mehr Ahnung haben als der Leiter.“

Dr. Alexander Graf bei Messuntersuchungen im Feld. (Sascha Kreklau / Forschungszentrum Jülich)
Dr. Alexander Graf bei Messuntersuchungen im Feld.
Foto: Sascha Kreklau / Forschungszentrum Jülich

Ein Highlight: Neues Messgerät

Alexander Graf ist Landschaftsökologe, hat sich aber mehr und mehr auf Klimatologie und Mikrometeorologie spezialisiert. Er ist mit Leib und Seele bei seinem Forschungsthema dabei. Graf hat sich als Leiter seiner Nachwuchsgruppe IDAS-GHG besonders gefreut, mit seinen MitarbeiterInnen ein neues Messgerät entwickelt und gebaut zu haben: „Wir haben eine Apparatur, eine Art Aufzug gebaut, mit der man Treibhausgase vom Boden bis zu zwei Metern Höhe messen und Vertikalprofile erstellen kann.“ Er würde sich wünschen, den mit der Nachwuchsgruppe entwickelten Prototyp in Serie bauen lassen zu können. IDAS-GHG gehört zum Förderprogramm "Nachwuchsgruppen Globaler Wandel - 4+1" des BMBF-Referats 724.

Alexander Graf in einem Feld vor blauem Himmel. (Sascha Kreklau / Forschungszentrum Jülich)
Die Nachwuchsgruppe misst Treibhausgase vom Boden aus und erstellt Vertikalprofile.
Foto: Sascha Kreklau / Forschungszentrum Jülich

Antworten und neue Fragen

Alexander Graf betont, dass die Wissenschaft zwar Antworten geben kann, aber auch immer wieder neue Fragen aufwirft. Seine stärkste Motivation als Wissenschaftler ist es, Fragen erforschen und beantworten zu können, die ihm „persönlich auf der Seele liegen“.

Beruf und Familie

Der zweifache Vater ist dankbar, dass er sich ein Jahr um seine Kinder kümmern und danach über ein Wiedereinstiegsprogramm in die wissenschaftliche Arbeit zurückkommen konnte. Obwohl er abends und am Wochenende Zeit für seine Kinder hat, ist es doch so, „dass meine Frau mehr als die Hälfte der Kinderbetreuung stemmt“. Auch ihr ist er dankbar, dass sie ihn so dabei unterstützt, diese intensive Zeit als Nachwuchsgruppenleiter investieren zu können.

Dr. Alexander Graf im Interview