Monatsthema „Biodiversität": Dramatischer Verlust von Biodiversität weltweit - Autoren des IPBES-Berichts beim „parlamentarischen Frühstück“

Vom 29. April bis 4. Mai 2019 trafen sich 110 der 132 Mitgliedsstaaten des Weltbiodiversitätsrates IPBES in Paris, um den globalen IPBES Bericht zum Zustand der Biodiversität und von Ökosystemleistungen zu verabschieden. Am 7. Mai 2019 stellte der Ko-Vorsitzende des Berichts, Prof. Dr. J. Settele (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), gemeinsam mit weiteren Expertinnen und Experten aus Deutschland, die federführend am Bericht mitgewirkt haben, die zentralen Ergebnisse sowie Handlungsoptionen zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der Natur Parlamentariern im Rahmen eines sog. „Parlamentarischen Frühstücks“ - einem frühmorgendlichen Austausch im Deutschen Bundestag - vor.

Die Helmholtz-Gemeinschaft gemeinsam mit den Schirmherren, Stefan Kaufmann MdB und René Röspel MdB, luden zu dieser gut besuchten Veranstaltung ein. Der im Bericht umfassend beschriebene Zustand der Ökosysteme und ihrer Artenvielfalt gab Anlass für einen angeregten Austausch zwischen den Anwesenden. Trotz des dramatischen Verlusts von Biodiversität und Ökosystemleistungen, der weltweit verzeichnet wird, weist der Bericht aber auch auf Chancen für die Zukunft hin und zeigt die wesentlichen Hebel für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur auf. Dazu Prof. Dr. Almut Arneth, koordinierende Leitautorin im Kapitel „Zukünftige Szenarien“ des Berichts; Leiterin der Abteilung Ökosystem-Atmosphären-Interaktionen des Instituts für Meteorologie und Klima am Karlsruher Institut für Technologie (KIT): „Wir sollten uns einfach bewusst sein, dass wir mit einem reduzierten Konsum von Produkten, die direkt vom Land kommen wie beispielsweise Nahrungsmittel, oder Baumwolle für die Herstellung von Kleidung, viel zu Umwelt- und Artenschutz beitragen.“ Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert bereits seit vielen Jahren zahlreiche Forschungsprojekte im Bereich der Biodiversität um zukunftsorientiertes nachhaltiges Handeln zu stärken. Im Februar 2019 erst startete die neue Forschungsinitiative zum Erhalt der Artenvielfalt um mittels konkreter wissensbasierter Handlungsoptionen Entscheidern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in die Lage zu versetzen, dem Verlust der biologischen Vielfalt effektiv entgegenzuwirken. Prof. Dr. Réne Haak vom BMBF sagte in Berlin: „Der globale Bericht des Weltbiodiversitätsrats macht uns die vielfältigen und gravierenden Auswirkungen des Biodiversitätsverlusts auf unsere Gesellschaften deutlich. Um Lösungen zu erarbeiten, brauchen wir daher die Perspektiven aller Akteure und Sektoren.

Die Zusammenfassung für Entscheidungsträger des umfangreichen Berichts finden Sie hier:
https://www.ipbes.net/news/ipbes-global-assessment-summary-policymakers-pdf

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse des Berichts erstellt durch das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) finden Sie hier: https://www.ufz.de/export/data/2/226932_IPBES-Factsheet.pdf