01.06.2012
31.08.2017


Organische Elektronik, insbesondere Organische Leuchtdioden und Organische Photovoltaik

Die organische Elektronik ist eine Zukunftstechnologie, die einen effizienten Umgang mit Ressourcen und Energie verspricht. Wissenschaftler aus Forschungseinrichtungen und Industrie arbeiten gemeinsam daran, Innovationen und kostensenkende Verfahren auf dem noch jungen Gebiet der Organischen Elektronik, insbesondere der Organischen Photovoltaik (OPV) und der Organischen Leuchtdioden (OLED), zu entwickeln. So geht es beispielsweise darum, den Wirkungsgrad von organischen Photovoltaikzellen und -modulen zu erhöhen sowie die Lebensdauer von OLEDs zu verlängern.

Biegsame, semitransparente Solarzelle (Bayern Innovativ GmbH)
Biegsame, semitransparente Solarzelle
Foto: Bayern Innovativ GmbH

Die Identifizierung und Entwicklung innovativer Technologiefelder tragen entscheidend dazu bei, die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie weiter zu stärken. Auf dem Gebiet der organischen Elektronik sind schon eine Reihe vielversprechender Fortschritte erzielt worden.

Für eine erfolgreiche Umsetzung der Technologie in die industrielle Fertigung sind jedoch weitere Forschungs- und Entwicklungsarbeiten entscheidend. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat im August 2011 die Fördermaßnahme „Organische Elektronik, insbesondere Organische Leuchtdioden und Organische Photovoltaik“ gestartet. Sie ist Teil der Hightech-Strategie der Bundesregierung.

Mit den Forschungsprojekten zur OPV werden Förderschwerpunkte aus dem 6. Energieforschungsprogramm umgesetzt, alle weiteren Projekte sind dem Förderprogramm „Photonik Forschung Deutschland“ zuzuordnen. Die Unterstützung von Forschung und Entwicklung soll die Verbindung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft stärken, um durch herausragende Projektergebnisse die Technologien in der industriellen Produktion in Deutschland etablieren zu können.

Zu den wichtigsten Forschungsfragen gehören u.a. die Suche nach dem optimalen Material, die Verbesserung von Fertigungsprozessen sowie die Umsetzung neuer Zellkonzepte. Ziel ist es, den Wirkungsgrad, also das Verhältnis zwischen momentan erzeugter elektrischer Leistung und eingestrahlter Lichtleistung, von Photovoltaikzellen und -modulen zu erhöhen. Auch gilt es, die Lebensdauer zu verlängern sowie kostensenkende Verfahren über die gesamte Wertschöpfungskette zu entwickeln. Es werden zudem neue Einsatzgebiete erschlossen. Flexible, leichte, semi-transparente Solarzellen können in Gebäudefassaden, Fenstern und in mobilen Anwendungen eingesetzt werden.

In einem ersten nicht-öffentlichen Statusseminar am dritten Juni im Fraunhofer-Institut für Elektronenstrahl- und Plasmatechnik - FEP in Dresden gaben die Projektpartner einen Überblick über ihre geplanten Forschungsarbeiten und die zu erwartenden Ergebnisse.

Zuletzt geändert: 05.09.2017