Projekt „Zwickauer Energiewende Demonstrieren – ZED" kann starten

Die Stadt Zwickau und die Westsächsische Hochschule Zwickau freuen sich gemeinsam über den erfolgreichen Ausgang der Antragstellung im Modul II der Förderinitiative Solares Bauen/Energieeffiziente Stadt.
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Blick über Zwickau
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Die Auswahl wurde von den beteiligten Ressorts des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) auf Basis eines wissenschaftlichen Begutachtungsverfahrens getroffen. Der nun eingetroffene Zuwendungsbescheid ist die offizielle Mitteilung der Ministerien an das Projektkonsortium. Mehr als 60 Konsortien aus Stadtverwaltungen, Forschungsinstituten und Unternehmen haben sich um eine Förderung beworben. Davon wurden die vielversprechendsten ausgewählt: Sechs Leuchtturmprojekte sollen zeigen, wie in Stadtquartieren der Energieverbrauch gesenkt, die intelligente Vernetzung von Strom, Wärme und Mobilität gelingen und erneuerbare Energien sinnvoll in die Energieversorgung integriert werden können.

Das Vorhaben „Zwickauer Energiewende Demonstrieren – ZED" wird in den nächsten fünf Jahren mit rund 16 Mio. Euro durch das BMBF sowie das BMWi gefördert, die Gesamtkosten belaufen sich dabei auf rund 23 Mio. Euro. Somit zählt das Vorhaben zu den größten Forschungsvorhaben in der Region. Der Anteil der WHZ beläuft sich auf ca. 4,5 Mio Euro, damit ist ZED das bisher größte Einzelprojekt der Westsächsischen Hochschule Zwickau. Das Projekt wird die positive Wahrnehmung Zwickaus bundesweit stärken. Die Stadt Zwickau als Konsortialführer und die am Vorhaben beteiligten Partner sind damit ein Vorbild für den nachhaltigen Umbau der Städte und Quartiere in Ostdeutschland.

Das Projektkonsortium besteht dabei aus der Stadt Zwickau und der Westsächsischen Hochschule Zwickau sowie elf weiteren Partnern aus Wissenschaft (Technische Universität Chemnitz, Ludwig-Maximilians-Universität München), Wirtschaft (Alippi GmbH, Autoservice Demmler, Bauconzept Planungsgesellschaft mbH, Gebäude- und Grundstücksgesellschaft mbH, Gesellschaft für intelligente Infrastruktur Zwickau mbH, Samson AG, Senertec Sachsen, Zwickauer Energieversorgung GmbH) und dem sozialen Bereich (Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.). Auf Seiten der WHZ sind die Professur für Vernetzte Systeme in der Betriebswirtschaft um Prof. Dr. Dr.-Ing. Tobias Teich, die Professor für Elektrische Energietechnik/Regenerative Energien um Prof. Dr.-Ing. Mirko Bodach sowie die Professur für Computergestützte Planungsmethoden in der Versorgungs- und Umwelttechnik um Prof. Dr. Matthias Hofmann und deren Mitarbeiter am Vorhaben beteiligt.

Das Zwickauer Projekt ZED ist dabei das einzige Projekt in Ostdeutschland und soll einen Leuchtturm für die Demonstration aller Facetten der Energiewende unter sozialverträglichen Bedingungen darstellen. Dabei sollen im Quartier Marienthal unterschiedliche Versorgungssysteme etabliert und demonstriert werden. Ziel ist der Vergleich der verschiedenen Versorgungssysteme zur Realisierung von Null-Emissionsquartieren. Die Energiewende besteht aber nicht nur aus technischen Neuerungen und Weiterentwicklungen, auch die Strukturen, Dienstleistungen und Rahmenbedingungen sollen im Projekt mitbetrachtet werden. Wie wirken sich die Veränderungen auf die Bürger aus? Was haben diese für Bedenken? Auch diese Aspekte sollen in ZED gemeinsam mit den Bürgern thematisiert werden.

Themen wie demografischer Wandel, Gesundheitsversorgung, Altersarmut, etc., die Zwickau aktuell und auch in Zukunft beschäftigen, werden im Projekt ebenfalls eine große Rolle spielen. ZED hat den Anspruch einen ganzheitlichen Blick auf die Energiewende und die Herausforderungen, die dadurch entstehen zu werfen und gemeinsam mit allen Akteuren Lösungen zu finden die Zwickau und die hier lebenden Menschen fit für die Zukunft machen.