01.08.2004
13.07.2015


Risikomanagement Extremer Hochwasserereignisse (RIMAX)

Große Hochwasserereignisse bedrohen seit alters her Menschen und ihren Besitz. Um Methoden und Werkzeuge für ein modernes Hochwasserrisikomanagement in Deutschland zu entwickeln und umzusetzen, hat das BMBF 2004 die Förderaktivität "RIMAX" ins Leben gerufen.
Mediatheksbild - mit dem Titel Kasseler Wissenschaftler entwickelt Wasserkraftwerke für China (André Künzelmann, UFZ)
Foto: André Künzelmann, UFZ

Um sich vor den Gefahren von Hochwasserereignissen zu schützen, hat die Gesellschaft im Laufe der Jahrhunderte immer aufwendigere Maßnahmen ergriffen. Trotz dieser Anstrengungen stellen Hochwasserereignisse noch immer eine Gefahr für Menschen, Sachwerte und die Landwirtschaft dar. Dies hängt unter anderem damit zusammen, dass die Besiedelung durch die Schutzmaßnahmen immer näher an die Flüsse heran gerückt ist. Außerdem ist in Zukunft auf Grund des Klimawandels eine Zunahme großer Hochwasserereignisse wahrscheinlich.

Im Rahmen der Förderaktivität „Risikomanagement extremer Hochwasserereignisse“, kurz RIMAX, hat das BMBF im Zeitraum 2005-2010 über 30 Verbundprojekte gefördert. RIMAX konzentrierte sich dabei auf Extremereignisse, also Hochwasser, welche im statistischen Mittel einmal in hundert Jahren oder selterner auftreten, aber große volkswirtschaftliche Schäden anrichten. Da den damit verbundenen Gefahren nur durch eine integrierte und nachhaltige Herangehensweise begegnet werden kann, erarbeiteten in RIMAX alle relevanten Fachdisziplinen gemeinsam Konzepte zum Hochwasserrisikomanagement.

Die Forschungsarbeiten konzentrierten sich dabei auf drei Teilbereiche. Der erste befasste sich mit der Analyse von Hochwassern sowie der Entwicklung von verbesserten Vorhersage- und Vorwarnkonzepten. Im zweiten Bereich, Information und Kommunikation, sollten das Hochwasserbewusstsein und die Risikokommunikation gefördert werden. Der dritte Teilbereich beschäftige sich mit innovativen Konzepten zur Sicherung und Verbesserung des technischen Hochwasserschutzes.

 

Zuletzt geändert: 21.02.2017