Rohstoff-Forschung interaktiv: r4 im Weltkulturerbe

Wie Forschende heute Rohstoffe gewinnen, ist in einer Sonderausstellung am historischen Ort zu erleben. Recycling, Landfill Mining und Urban Mining gibt es interaktiv im Weltkulturerbe Bergwerk Rammelsberg im Harz.

Per Touch gibts Einblicke in die neuesten Rohstoff-Forschungen: Sonderausstellung im Bergwerk Rammelsberg im Harz. (Andre Bertram/CUTEC)
Per Touch gibts Einblicke in die neuesten Rohstoff-Forschungen: Sonderausstellung im Bergwerk Rammelsberg im Harz.
Foto: Andre Bertram/CUTEC

Die wissenschaftlichen Teams der BMBF-Fördermaßnahmen zur Ressourceneffizienz sorgen mit ihren Forschungen für die Elemente unseres modernen Lebens. Rohstoffe wie Indium, Gallium oder Lithium – Bestandteile zahlreicher Hightech-Produkte – gewinnen sie aus industriellen Resten und Abfallstoffen ebenso wie aus Rückständen einstigen Bergbaus. Zum Beispiel im Harz, wo das Team des Projekts „REWITA“ auf der Suche nach wertvollen Ressourcen in den Schlämmen eines ehemaligen Bergwerks ist.

In unmittelbarer Nachbarschaft der innovativen Forschungen, im Museum Bergwerk Rammelsberg, präsentiert eine Sonderausstellung die vom Bundesforschungsministerium geförderten Arbeiten. „25 Jahre Weltkulturerbe“ spannt den Bogen von den Anfängen des Bergbaus vor rund 3.000 Jahren bis in die Zukunft – in der die heute neuartigen Methoden des Ressourcengewinns längst Standard geworden sein können. Dazu gehören auch Urban Mining, der Rohstoffabbau in Abbruchhäusern, oder die Rohstoffproduktion durch Mikroorganismen. Per interaktiver App können sich die Besucher über Forschungsprojekte informieren und sich selbst als Ressourcen-Experten betätigen. Filme und Schautafeln ergänzen die großformatige App.

Die Sonderausstellung ist noch bis zum 19. November zu sehen. Mehr als 60.000 Besucher fanden bisher den Weg ins Reich der Rohstoff-Forschungen.