So entstehen Schäden an Windkraftanlagen

Elektromotor, Papiermaschine oder Schiffsantrieb – sie alle brauchen eine große Menge an Kraft und Energie. Das setzt die Lager in den Industrieanwendungen starken Belastungen aus. Das Material stößt an seine Grenzen und es entstehen Schäden, sogenannte "White Etching Cracks" (WEC). Das Max-Planck-Institut für Eisenforschung hat dazu einen Workshop in Düsseldorf organisiert.
Windrad mit Solarzelle (Eyematrix stock.adobe.com)
Kleine Risse im Material von Windrädern können zu ihrem Ausfall führen.
Foto: Eyematrix stock.adobe.com

Die WECs sind kleine Risse im Material, welche unter der Oberfläche des Werkstoffs entstehen. Diese Schäden können bereits nach wenigen Jahren zu Frühausfällen führen. Das stellt insbesondere für die Energiebranche eine große Herausforderung dar – denn Windräder sind teuer. So können WECs zum Beispiel die Kosten für Windkraftanlagen erhöhen und dadurch die Ziele der Energiewende behindern.  

Ein effizienter Wissensaustausch ist deshalb sehr wichtig, damit gezielt an innovativen Lösungen gearbeitet werden kann. Die vom BMBF geförderte Nachwuchsgruppe, die sich mit den „White Etching Cracks“ beschäftigt,  organisierte im Oktober in Düsseldorf einen Workshop zu diesem Thema. Vertreter aus Wissenschaft und Industrie trafen sich, um über die Mechanismen der WEC-Bildung zu diskutieren. Der Fokus lag auf den grundlegenden Materialprozessen, die dieses Phänomen verursachen. Dabei tauschten sich die Teilnehmer zu den im Werkstoff ablaufenden Mechanismen und Oberflächenbearbeitungen aus. Die Nachwuchsgruppe will die Problematik mit Hilfe von neuen Methoden ergründen, um daraus Lösungsstrategien abzuleiten. Der Workshop stellte einen wichtigen Schritt zum Wissensaustausch und damit zum Erreichen dieser Ziele dar.