Sommerschule mit Fokus auf die Ostsee

Welche Einblicke in die Zukunft der Weltozeane können wir aus dem „Modell-Meer“ Ostsee gewinnen? Das war die Kernfrage der BONUS BIO-C3/BAMBI/INSPIRE Sommerschule „The Baltic: a model for the global future ocean?“, zu der sich vom 5. bis 11. Juli 32 Promovierende und Postdocs sowie 13 Dozentinnen und Dozenten aus allen acht EU-Ostseeanrainerstaaten im Artefact-Gästehaus in Glücksburg getroffen haben.
Teilnehmer der Sommerschule präsentieren ihre Ergebnisse (Dierking, GEOMAR)
BONUS Sommerschule
Foto: Dierking, GEOMAR

Ausrichter war das von der EU und nationalen Geldgebern einschließlich des BMBF finanzierte BONUS („Science for a better Future of  the Baltic Sea Region“) Verbundprojekt BIO-C3 („Biodiversity changes: causes, consequences and management implications“), das von Prof. Thorsten Reusch am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel koordiniert wird. Weitere Unterstützung für die Veranstaltung, einschließlich Beiträgen von Dozenten, kam von den BONUS Projekten BAMBI („Baltic Sea marine biodiversity– addressing the potential of adaptation to climate change“) und INSPIRE („Integrating spatial processes into ecosystem models for sustainable utilization of fish resources“), sowie dem Kieler Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“.

„Das Programm war ein umfassender Crashkurs zur Ostsee, von physikalischen Parametern über Ökologie und Evolution zu Managementansätzen, um dieses stark von Menschen beeinflusste Meer nachhaltig zu nutzen“, erklären die Organisatoren Dr. Jan Dierking und Prof. Reusch vom GEOMAR. „Die Ostsee als Modellsystem bietet sich an, da bereits heute extreme Umweltbedingungen und starker Nutzungsdruck – so wie niedrige pH-Werte, steigende Temperaturen, Sauerstoffminimumzonen, intensive Fischerei und Eutrophierung – vorherrschen, die im Weltozean in dieser Intensität erst um das Jahr 2100 erwartet werden“, führen sie weiter aus. Auf der Agenda standen Vorlesungen, Einführung in experimentelle Arbeiten, ein Workshop zum Schreiben eines Konzept-Papers, Postersessions zu Arbeiten der „Young Scientists“, sowie Exkursionen zum GEOMAR, an die Flensburger Förde und in das Naturschutzgebiet Geltinger Birk.

„Die Rückmeldungen der teilnehmenden Doktoranden und Postdocs sowie der Dozenten waren extrem positiv, und wir sind mit dem Verlauf wirklich zufrieden“, resümiert Dr. Dierking - und kündigt bereits an, dass nach dem Erfolg in 2015 die nächste Ausgabe der Sommerschule für 2016 – wiederum mit BMBF Unterstützung - in Planung ist.

Weitere Informationen zur Sommerschule finden Sie unter: www.bio-c3.eu/links.