Stadt und Land im Fluss: WaSiG-Abschluss in Münster

Die Stadt als hydrologisches System betrachten: Die diesjährigen Wassertage in Münster widmeten sich dem Themenfeld „Wasser im Siedlungsraum" mit Schwerpunkten aus Siedlungswasserwirtschaft, Wasserwirtschaft, Wasserbau, Limnologie sowie Stadt- und Freiraumplanung. Die Veranstaltung fand am 26. und 27. Februar 2019 am Leonardo-Campus der FH Münster statt. Die Wassertage waren in diesem Jahr zugleich auch die Abschlussveranstaltung des ReWaM-Projekts WaSiG.
Gäste betreten ein Gebäude der FH Münster. (Bundesanstalt für Gewässerkunde / Dominik Rösch)
Wassertage Münster 2019
Foto: Bundesanstalt für Gewässerkunde / Dominik Rösch

Dr. Christian Alecke hält eine Rede auf einer Bühne. (Bundesanstalt für Gewässerkunde / Dominik Rösch)
Dr. Christian Alecke (BMBF) bei seiner Keynote zum Thema Forschung und Entwicklung für nachhaltige Kommunen.
Foto: Bundesanstalt für Gewässerkunde / Dominik Rösch

Regenwasser in Städten nachhaltig nutzen

Wenn Regentropfen fallen, ist eines klar – es wird nass! Aber was geschieht eigentlich mit dem Niederschlagswasser, das über Siedlungsbereichen niedergeht? Ziel des interdisziplinären Verbundprojekts WaSiG ist es, Kommunen und Planungsbüros effiziente Planungsinstrumente zur nachhaltigen Bewirtschaftung von Niederschlag bereitzustellen. In Münster präsentierten die beteiligten Wissenschaftler und Praktiker die Erkenntnisse der rund dreieinhalbjährigen Forschungstätigkeit: Vorgestellt wurde unter anderem ein bundesweit einsetzbares Verfahren, das Stadtplaner dabei unterstützt die Veränderungen des natürlichen Wasserhaushalts durch Siedlungstätigkeit so gering wie möglich zu halten. Gezeigt wurden außerdem die Ergebnisse einer Umfrage in ausgewählten Quartieren in den Pilotgebieten Münster, Hannover und Freiburg. Ziel der Befragung war es, die Gewohnheiten und den Wissensstand der Bevölkerung zum Umgang mit Regenwasser zu erfassen. Zentrale Fragen dabei waren, inwiefern die Anwohner die Funktionen von Regenwasser für das Stadtklima und das Ökosystem kennen und welche Regenwasserbewirtschaftungsmaßnahmen bekannt sind.

Zwei Personen schauen sich Poster der ReWaM-Projekte an. (Bundesanstalt für Gewässerkunde / Dominik Rösch)
Posterausstellung mit zentralen Ergebnissen ausgewählter ReWaM-Projekte.
Foto: Bundesanstalt für Gewässerkunde / Dominik Rösch

„ReWaM-Klassentreffen" in Münster

Neben WaSiG präsentierten auch andere Projekte aus ReWaM ihre Ergebnisse bei den Wassertagen in Münster. Insgesamt war die BMBF-Fördermaßnahme mit sieben Vorträgen an der Fachkonferenz vertreten. Neben WaSiG stellen die Projekte In_StröHmunG, KOGGE, NiddaMan, MUTReWa und StucK ausgewählte Erkenntnisse zum Tehmenkomplex „Wasser in der Stadt" vor. Darüberhinaus präsentieren die Projekte Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit in Form von Postern. Zentraler Anlaufpunkt für Fachgespräche war der Stand des Vernetzungs- und Transfervorhabens ReWaMnet, das übergreifende Informationen bereithielt.

 

WaSiG ist eines von 15 Verbundprojekten in der BMBF-Fördermaßnahme „Regionales Wasserressourcen-Management für den nachhaltigen Gewässerschutz in Deutschland" (ReWaM). ReWaM ist Teil des BMBF-Förderschwerpunktes „Nachhaltiges Wassermanagement" (NaWaM) im Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung" (FONA3).