Webinar-Reihe: CDRterra im Gespräch – CO₂-Entnahme an Land (Gesteinsmehl)
Das Förderprogramm CDRterra des BMFTR untersucht, wie Deutschland mithilfe landbasierter CO₂-Entnahmemethoden (Carbon Dioxide Removal, CDR) seine Klimaziele erreichen kann. Die Webinar-Reihe adressiert unterschiedliche Themen. Teil 1: „Wie viel CO₂ kann Gesteinsmehl binden – und wo ist der Einsatz sinnvoll?“
In der Webinar-Reihe „CDRterra im Gespräch“ stellen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktuelle Ergebnisse aus der CDR-Forschung vor. Am 1. Juni 2026 geht es um folgende Fragen:
- Wie viel CO₂ lässt sich realistisch binden – durch Gesteinsmehl, veränderte Landnutzung, Carbon Farming und Veränderungen im Ernährungssystem?
- Und welche Zielkonflikte entstehen dabei?
Dazu berichten zwei Forschende aus CDRterra:
- Dr. Tobias Linke (Universität Hamburg & CDRterra-Projekt PyMiCCS) zeigt Ergebnisse aus Labor-, Gewächshaus- und Freilandstudien: Wie schnell verwittert Gesteinsmehl? Welche Effekte gibt es auf Böden und Pflanzen?
- Dipl.-Ing. Kolja Kuse (Technocarbon Technologies, CDRterra-Projekt DACCUSS-Pre) stellt CO₂-negative Baustoffe vor: Im Projekt wurden Hauswand-Prototypen aus CarbonFaserStein und Pflanzenkohle entwickelt und getestet – mit Potenzial zur CO₂-Speicherung und zur Substitution emissionsintensiver Materialien.
Die Reihe richtet sich an Fachleute aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Praxis sowie an alle, die sich fundiert mit CO₂-Entnahme beschäftigen.
Zur Anmeldung: https://doo.net/veranstaltung/222393/buchung
Weitere Termine der Webinar-Reihe folgen.
Zum Forschungsprogramm CDRterra des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt
CDRterra untersucht CO₂-Entnahmemethoden an Land. In der ersten Förderphase (2021-2025) untersuchten die Forschenden, wie viel CO₂ der Atmosphäre überhaupt entnommen werden kann, und wie eine dauerhafte Bindung des CO₂ gelingt. Darüber hinaus entwickelte und bewertete das CDRterra-Programm geeignete politische Instrumente, um Anreize für die Umsetzung von CDR-Methoden zu schaffen. Zudem erarbeitet CDRterra eine wissenschaftliche Gesamtsynthese aller CO₂-Entnahmemethoden. Das BMFTR förderte zehn Forschungsprojekte von CDRterra mit insgesamt rund 21 Millionen Euro. Die zweite Förderphase startete Ende 2025.