Zukunft der Arktis – „Zweite Wissenschaftsministerkonferenz zur Arktisforschung“

„Forschung in der Arktis – gemeinsam Handeln, Herausforderungen meistern“. Unter diesem Motto kommen am 25. und 26. Oktober 2018 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Politik sowie Vertreterinnen und Vertreter indigener Arktis-Völker in Berlin zusammen. Ihr gemeinsamer Auftrag: die Arktisforschung der Zukunft gestalten. Welche Herausforderungen es zu meistern gilt, zeigt der aktuelle Trailer zur Konferenz.
Eisbär auf dem Meereis des Arktischen Ozeans (Alfred-Wegener-Institut / Mario Hoppmann)
Eisbär auf dem Meereis des Arktischen Ozeans
Foto: Alfred-Wegener-Institut / Mario Hoppmann

Die Arktis ist der Klimaregulierer für die nördliche Hemisphäre. Nirgendwo anders steigen sowohl die Luft- als auch die Wassertemperaturen deutlicher im globalen Durchschnitt, das Meereis der Arktis schrumpft immer weiter, der Permafrostboden taut. Für die Beobachtung, Überwachung und das Verstehen der raschen Veränderungen in der Arktis ist wissenschaftliche Zusammenarbeit unerlässlich. Wie verletzlich und wie widerstandsfähig sind die Natur und die Menschen in der Arktis? Welche Auswirkungen hat der Wandel in der Arktis für uns? Was kann die Forschung für die Zukunft der Arktis einbringen?

Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt des „Second Arctic Science Ministerial" (ASM2) zur Zukunft der Arktis Ende Oktober 2018 in Berlin. Unter der Schirmherrschaft von Kanzlerin Angela Merkel haben Deutschland, die Europäische Kommission und Finnland zur Konferenz eingeladen. Im Jahr 2016 hat das erste „Arctic Science Ministerial“ (ASM1) in Washington D.C. Premiere gefeiert, um die Zusammenarbeit der Arktiswissenschaften zu verbessern.

Das Wissenschaftsforum am ersten Tag begrüßt rund 250 Forscherinnen und Forscher aus 30 Nationen, Organisationen der Wissenschaft und indigener Völkergruppen sowie NGOs. Hier werden die Fortschritte seit der Ersten Wissenschaftsministerkonferenz zur Arktisforschung vorgestellt und neue Entwicklungen in der Arktisforschung aufzeigt.

Zum „Ministerial“ am Folgetag treffen sich die rund 30 Ministerinnen und Minister mit Vertreterinnen und Vertretern von sechs indigenen Organisationen der Arktis. Ziel dieses zweiten Ministertreffens ist es, die Fähigkeit zur Bewältigung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen in der Arktis zu erhöhen sowie die weitere wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen einer großen Anzahl von Ländern und den indigenen Völkern zu fördern. Das Treffen mündet in einer gemeinsamen Erklärung zur Zukunft der Arktisforschung.

Begleitet wird die Konferenz von öffentlichen Side Events, die die Faszination der Arktis transportieren und für den dramatischen Wandel dieser Region sensibilisieren sollen. So stehen Veranstaltungen von wissenschaftlichen Partnern offen zur Teilnahme. Darüber hinaus können Besucher während des Berliner „Festival of Lights“ vom 5. bis 14. Oktober 2018 die Arktis im Berliner Herbst erleben oder die Wanderausstellung „Oceans Plastics Lab“ auf der Spree besichtigen.

Mehr Informationen und Hintergrund zur Konferenz unter: https://www.arcticscienceministerial.org