ERA-MIN_2

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Die Förderrichtlinie „Raw Materials for Sustainable Development and the Circular Economy" ist die erste Bekanntmachung im Rahmen des ERA-NETs ERA-MIN 2. Das ERA-NET ist eine gemeinsame Initiative von 21 Partnern aus 14 europäischen und assoziierten Ländern bzw. Regionen und vier außereuropäischen Ländern. Sie baut auf Erfahrungen und Ergebnissen des voran gegangenen ERA-Nets ERA-MIN (2011–2015) auf, in dem eine gemeinsame Forschungs-Roadmap für den Rohstoffsektor entwickelt und drei gemeinsame Bekanntmachungen durchgeführt wurden.
Für diese ERA-NET-Fördermaßnahme wurden von den beteiligten Förderorganisationen ein gemeinsamer transnationaler Ausschreibungstext und begleitende Dokumente verfasst. Sie bilden die Grundlage dieser Bekanntmachung und können von der ERA-MIN-2-Internetseite (http://www.era-min.eu/) heruntergeladen werden. Für die Förderung der Teilprojekte in den beteiligten Ländern bzw. Regionen gelten die jeweiligen nationalen/regionalen Richtlinien, die zeitgleich mit dem gemeinsamen transnationalen Ausschreibungstext veröffentlicht werden.

Gegenstand der Förderung sind Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im Rahmen industrieorientierter vorwettbewerblicher Verbundprojekte, die sich die effiziente Bereitstellung und Nutzung von primären und sekundären Rohstoffen zum Ziel setzen. Im Rahmen der vorliegenden Förderbekanntmachung soll das Gesamtsystem der Rohstoffkreisläufe in der Wirtschaft in den Blick genommen werden. Übergreifendes Ziel der Bekanntmachung ist die Erhöhung der Rohstoffeffizienz durch die Etablierung von Material- und Stoffkreisläufen gemäß dem Leitbild der Kreislaufwirtschaft. Vor diesem Hintergrund werden anwendungsorientierte Forschungsarbeiten, die durch ein hohes wissenschaftlich-technisches Risiko gekennzeichnet sind, innerhalb von vier Themenmodulen gefördert. Die Forschungsvorhaben sollten mindestens einem dieser Themenmodule zuzuordnen sein. Im Sinne eines systemischen Ansatzes können auch mehrere Bereiche des Wertschöpfungskreislaufs adressiert werden:

  • Erkundung und Gewinnung von Rohstoffen
  • Design kreislauffähiger Produkte
  • Ressourceneffiziente Produktionsprozesse
  • Kreislaufschließung durch Recycling von Produkten und Komponenten

Bei der Schließung von Wertschöpfungskreisläufen kommt der Einbeziehung von nicht-technologischen Fragestellungen (neue Geschäftsmodelle, Quantifizierung der Umweltauswirkungen, soziale Akzeptanz) eine wichtige Rolle zu. Eine Einbindung dieser Themen in die vier o. g. Themenmodule wird daher begrüßt. Einen übergreifenden Schwerpunkt für den gesamten Produktlebensweg bildet die Einbindung digitaler Technologien. Ausgenommen von der Förderung sind Vorhaben zur Erkundung und Gewinnung mariner Rohstoffe sowie zur Rekultivierung von Bergbaufolgelandschaften. Die detaillierte Beschreibung der Themen ist unter http://www.era-min.eu/ zu finden und für die Antragsausarbeitung unbedingt zu nutzen.

Es werden transnationale Verbundprojekte gefördert, an denen mindestens zwei Verbundpartner aus mindestens zwei an dieser Ausschreibung beteiligten EU-Ländern bzw. an die EU assoziierten Ländern mitwirken müssen. Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, die zum Zeitpunkt der Auszahlung einer gewährten Zuwendung eine Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland besitzen, Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Kommunen und Länder, deren Einrichtungen sowie relevante Verbände und weitere gesellschaftliche Organisationen mit Forschungs- und Entwicklungskapazität in Deutschland. Im Sinne der Zielerreichung ist eine maßgebliche Wirtschaftsbeteiligung, je nach Ausrichtung des Projektes z. B. von Zulieferern und Anwendern (möglichst mehrere Industrieunternehmen) essentiell. Konsortien mit deutscher Beteiligung soll immer mindestens ein Unternehmen mit Sitz in Deutschland als Verbundpartner oder assoziierter Partner angehören.

Last update: 10.10.2017