JPI Water

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Die Joint Programming Inititative „Water Challenges for a Changing World“ (Water JPI) unterstützt die europäische Forschungskooperation im Bereich der Wasserforschung. Die von den derzeit 23 Mitgliedstaaten getragene Initiative wird eng koordiniert mit dem Rahmenprogramm für Forschung und Innovation (Horizon 2020).

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photo: JPI

Der Erhalt der Gewässerökosysteme, Steigerung der Ressourceneffizienz und die Anpassung an den Klimawandel gehören zu den wichtigsten Zielen der europäischen Wasserpolitik. Die Water JPI unterstützt diese Ziele durch die Festsetzung gemeinsamer Strategien und Forschungsschwerpunkte.

Neben den 23 Mitgliedstaaten sind weitere assoziierte Staaten sowie die Europäische Kommission unterstützend in der Water JPI tätig. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ist im Governing Board vertreten und beteiligt sich an der Entwicklung und Umsetzung der strategischen Forschungs- und Innovationsagenda. Die Aufstellung von zwei unterstützenden Advisory Boards stellt die Einbeziehung der Wissenschafts-Community (Scientific and Technological Board - STB) sowie der wichtigsten Stakeholder (Stakeholder Advisory Group - SAG) auf europäischer Ebene sicher.

Die Koordinierung von nationalen und regionalen Forschungsprogrammen im Wasserbereich erfolgt durch die gemeinsam entwickelte strategische Forschungs- und Innovationsagenda und die Durchführung gemeinsamer Aktivitäten. Folgende prioritäre Forschungsfelder wurden in die Strategische Forschungs- und Innovationsagenda (SRIA 2.0, 2016 aktualisiert) aufgenommen:

• Erhalt der Gewässerökosysteme und des Wohles des Menschen
• Entwicklung sicherer Wassersysteme für die Bevölkerung
• Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Wasserindustrie
• Einführung einer wasserbewussten Bioökonomie
• Unterstützung der Wasserkreislaufwirtschaft

Derzeit wird die SRIA einem umfassenden Update unterzogen, an dem sich noch bis Frühjahr 2019 interessierte Institutionen, Wissenschaftler, Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Nichtregierungsorganisationen beteiligen können.

Die Umsetzung der in der Agenda genannten Forschungsthemen erfolgt u.a. durch gemeinsame Ausschreibungen. Water JPI hat bereits fünf transnationale Calls initiiert. Das BMBF ist dabei am Pilot Call 2013 sowie am Joint Call 2017 beteiligt:

Pilot Call 2013: "Emerging water contaminants - anthropogenic pollutants and pathogens"

Bei der ersten gemeinsamen Ausschreibung mit einem Förderbudget von 9 Mio. Euro wurden sieben Projekte gefördert (Laufzeitende 2018). Zur Weiterführung der Ergebnisse und Vernetzung der Institutionen aus dem Pilot Call 2013 wurde ein Knowledge Hub on Emerging Pollutants initiiert. Für Deutschland ist die BfG am Netzwerk beteiligt. Ziel des Netzwerkes ist es, den Wissensaustausch weiterzuführen, FE-Infrastrukturen bereitzustellen sowie die Vernetzung von Wissenschaft und Stakeholdern. In einem Policy Brief, den die Pilot Call Projekte gemeinsam entwickelt haben, werden Kernbotschaften für Entscheidungsträger zum Umgang mit neuen Schadstoffen formuliert.

Joint Call 2017 „Water Resource Management in support of the United Nations Sustainable Development Goals (UN SDGs)”

Die Projekte, die innerhalb dieses Calls gefördert werden, starten im ersten Quartal 2019. Insgesamt sind acht transnationale Projekte ausgewählt worden, die sich mit der Umsetzung der wasserbezogenen Nachhaltigkeitsziele auseinander setzen. Deutsche Partner sind an fünf Projekten beteiligt, wobei zwei der acht Projekte unter deutscher Koordination umgesetzt werden.

Last update: 28.11.2018