Diskussionsveranstaltung zum Sechsten IPCC-Sachstandsbericht: Deutsche IPCC-Koordinierungsstelle lud zum Austausch zwischen Wissenschaft, Regierung, Behörden, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Medien

Fast 300 Interessierte nahmen am 28. April 2022 an einer Diskussionsveranstaltung zum Sechsten IPCC-Sachstandsbericht teil, die von der Deutschen IPCC-Koordinierungsstelle im Auftrag des Auswärtigen Amtes und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung virtuell ausgerichtet wurde.

„Wie stark hat sich das Klima bereits verändert?"
„Welche Folgen spüren wir schon jetzt, und wie können wir uns auf künftige Risiken vorbereiten?"
„Welche Optionen gibt es, um den Klimawandel zu begrenzen?"

Solche und ähnliche Fragen diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Regierung und Behörden, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Medien auf der virtuellen Veranstaltung am 28. April 2022. Die Deutsche IPCC-Koordinierungsstelle hatte im Namen des Auswärtigen Amts (AA) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) dazu eingeladen, sich über den Inhalt der drei Teilbände des aktuellen Sechsten IPCC-Sachstandsberichts und dessen Relevanz im nationalen Kontext auszutauschen.

Die Leiterin der Unterabteilung „Nachhaltigkeit; Zukunftsvorsorge" im BMBF, Oda Keppler, und der Stellvertretende Sonderbeauftragte für internationale Klimapolitik im AA, Norbert Gorißen, eröffneten die Veranstaltung mit Grußworten. Im Anschluss stellten Autorinnen und Autoren der Berichte die wichtigsten Erkenntnisse vor und beantworteten inhaltliche Fragen aus dem Publikum.

Nachmittags wurde die Diskussion in kleineren Gruppen vertieft. Die Gruppen behandelten die Themenkomplexe „Der IPCC-Prozess", „Rolle des Finanzsektors bei Klimaschutz & Anpassung", „Landwirtschaft, Ernährung", „Szenarien, Klimaziele, Budgets", „Nachfrageseitige Lösungen", „Städte & Regionen" sowie „Naturbasierte Lösungen". Hier erarbeiteten die Teilnehmenden ein genaueres Verständnis der Berichte und erörterten deren Bedeutung für die eigene Arbeit.

Die Dringlichkeit zu Handeln sowie die unterschiedlichen Potenziale verschiedener Handlungsmöglichkeiten zogen sich wie ein roter Faden durch den fachlichen Austausch. In der Abschlussdiskussion wurde schließlich unter dem Motto "Umgang mit dem Klimawandel im Kontext weiterer gesellschaftlicher Herausforderungen" der Blick geweitet. So verweisen die IPCC-Berichte an vielen Stellen auf die Wechselwirkungen des Klimawandels mit der biologischen Vielfalt und von klimapolitischen Maßnahmen mit den anderen UN-Nachhaltigkeitszielen. Die Teilnehmenden wiesen auf die Bedeutung von Finanzierung, Gesetzgebung und Kommunikation hin. Die Leiterin der Deutschen IPCC-Koordinierungsstelle Dr. Christiane Textor hob hervor, wie der IPCC die Kooperation, Partizipation und Nutzung von Synergien an vielen Stellen im Bericht betont.

Durch die Diskussion wurden Handlungsräume und Vernetzungspotentiale aufgezeigt, sodass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nun die IPCC-Berichte möglichst zielführend nutzen können.

Klimaforschung liefert die Wissensbasis für politische Entscheidungen

Das BMBF fördert bereits seit vielen Jahren Forschung zum Klimawandel, die für den IPCC-Bericht relevant ist. Anhand einer Serie von FONA-Meldungen können sich Interessierte über konkrete Fördermaßnahmen und Projekte aus der BMBF-Strategie „Forschung für Nachhaltigkeit" (FONA) informieren, die sich mit diesen Themen beschäftigen. Eine Übersicht aller Folgen finden Sie hier.
Vom BMBF geförderte Klimaforschung liefert die Grundlage für faktenbasierte sowie informierte politische und gesellschaftliche Entscheidungen zum Umgang mit dem Klimawandel. Forschung zum Klimawandel verbessert zum einen das Verständnis über seine Ursachen, Trends und Risiken. Zum anderen zeigt sie Wege und innovative Lösungen auf, um den notwendigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel hin zur Klimaneutralität in allen Bereichen des Lebens zu gestalten.