Aktion 8: Treibhausgase für den Klimaschutz überwachen

Wir entwickeln einen Prototyp für ein nationales Treibhausgasmonitoring.

Wo stehen wir?

Gemeinsam mit den Staaten der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) hat sich Deutschland zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen verpflichtet. Um international Transparenz und Vergleichbarkeit zu gewährleisten, werden gemäß den Regeln der Vereinten Nationen jährlich Berichte zu nationalen Treibhausgas-Emissionen an die UNFCCC übergeben. Daher soll für Deutschland ein integriertes Monitoringsystem entwickelt, getestet und operationell eingesetzt werden. Hierzu wird es ein arbeitsteiliges Vorgehen des Bundesforschungs-, Bundesumwelt- und Bundesverkehrsministeriums geben. Nach erfolgreich verlaufenden Tests kann dieses System auch auf andere Länder übertragen werden.

Wo liegt der Forschungsbedarf?

Das integrierte Monitoringsystem soll einerseits die Bestimmung der Quellstärken von Treibhausgasemissionen und andererseits eine Vorhersage der weiteren zeitlichen Entwicklung der Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre erlauben. Zur Erfassung dieser Daten müssen hochaufgelöste Messungen unterschiedlicher Messsysteme (Boden, Flugzeug, Satellit) und Modellierungen auf neue Weise miteinander verzahnt werden. Hierfür werden Höchstleistungsrechner-Ressourcen benötigt.

Umsetzungsschritte und Meilensteine

  • Gemeinsam mit den Wissenschaftseinrichtungen, dem Bundesumwelt- und dem Bundesverkehrsministerium werden wir 2020 die Planung, Entwicklung und Umsetzung eines integrierten Treibhausgas-Monitoringsystems (ITMS) starten.
  • Den Abschluss des Planungsprozesses des ITMS wird eine gemeinsam mit dem Bundesumwelt-, Bundesverkehrs- und Bundeslandwirtschaftsministerium verabschiedete Ressortvereinbarung unter anderem zur Regelung des Finanzbedarfs im Jahr 2020 dar-stellen. 2021 fällt der Startschuss für die Forschungsförderung. 2025 steht der Prototyp bereit.

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