LEAP-RE: Eine langfristige Partnerschaft zwischen Europa und Afrika
Eine langfristige Partnerschaft zwischen Europa und Afrika im Bereich Forschung und Innovation zu Erneuerbaren Energien – das ist das Ziel der „Long term Europe Africa Partnership on Renewable Energy“ (LEAP-RE). Die auf fünf Jahre angelegte Initiative wird im Rahmen des EU-Forschungsprogramms Horizont 2020 von der Europäischen Kommission mitfinanziert.
Das Programm LEAP-RE fördert gemeinsame Projekte zwischen afrikanischen, europäischen und deutschen Forschungseinrichtungen, Unternehmen und NGO, die erfolgsversprechende Vorhaben rund um erneuerbare Energien realisieren wollen. Die Zusammenarbeit zwischen Afrika und Europa soll in den Ländern der afrikanischen Partner die lokale Forschung stärken und die Innovationskraft fördern. Dabei wird auf spezifische gesellschaftliche Bedürfnisse und Kapazitäten geachtet. Zudem werden regionale Unterschiede berücksichtigt.
LEAP-RE adressiert auch Projekte zur Erforschung von Wertschöpfungsketten für Grünen Wasserstoff. Sie sollen sowohl die Energieerzeugung als auch die Umwandlung, Speicherung und Nutzung möglichst ganzheitlich betrachten. Es werden sowohl Vorhaben der Grundlagenforschung als auch der industriellen Forschung, angewandten Forschung und experimentellen Entwicklung unterstützt.
Das sind die geförderten Projekte aus dem ersten Aufruf:
- Verbundvorhaben HyAfrica: Hin zu einer erneuerbaren Energiequelle der nächsten Generation – eine Lösung für die Energieversorgung in Afrika mittels natürlichem Wasserstoff
- Verbundvorhaben SolChargE: Autonome Solarladestation für dezentrale Verkehrsknotenpunkte im ländlichen Afrika
- Einzelvorhaben PyroBioFuel: Nachhaltige Umwandlung von Biomasse in Bioenergie durch Pyrolyse
- Verbundvorhaben SunGari: Moderne solare Lösung, afrikanische Grundnahrungsmittel zu verarbeiten
- Verbundvorhaben SoCoNexGen: Design, Konstruktion, Test und Analyse von vier verschiedenen mit solarthermischen Kollektoren und/oder Photovoltaik-Paneelen betriebenen Indoor-Solarkochern für häusliche Anwendungen.
- Verbundvorhaben OASES: Entwicklung und Demonstration eines nachhaltigen, frei zugänglichen Ökosystems der Afrikanischen Union und der Europäischen Union für die Modellierung von Energiesystemen.
- Verbundvorhaben LEDSOL: Ermöglichung von sauberem und nachhaltigem Wasser durch intelligente UV/LED-Desinfektion und Nutzung von Solarenergie
- Verbundvorhaben MG-FARM: Intelligente Microgrids als Lösung für die Elektrifizierung von landwirtschaftlichen Betrieben
Die geförderten Projekte aus dem zweiten Aufruf sind:
- Verbundvorhaben SWITCH: Stabilisierung schwacher Netze durch maschinelles Lernen: Unterstützung von Landwirten in End-of-Line-Gemeinden in Nordafrika durch künstliche neuronale Netze
- Verbundvorhaben SmartAPV-Fruit: Intelligente agrivoltaische Systeme für Früchte
- Verbundvorhaben OPTiMG: Optimierung integrierter Mini-Netze für Wasser-Energie-Nahrung
- Verbundvorhaben BIOTHEREP: Hybride biochemische und thermochemische Umwandlung von Bioabfällen aus Schlachthöfen zur Erzeugung erneuerbarer Energie
- Verbundvorhaben Vil2Bio: Kombination von Biogaserzeugung auf Dorfebene mit Pyrolyse in Biomasseöfen für netzunabhängiges, nachhaltiges, sauberes Kochen und Kälteerzeugung
Über das Förderprogramm
Gesamtfördersumme: 2,5 Mio. Euro (1. Aufruf), 1,15 Mio. Euro (2. Aufruf), Projektpartner: 14 (1. Aufruf) bzw. 9 (2. Aufruf) nur deutsche Partner
Projektlaufzeit: 01.05.2022 – 31.03.2026 (1. Aufruf), 01.07.2023 – 31.03.2026 (2. Aufruf)
Nachrichten zur Maßnahme
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