Forschungsschiff SONNE

Die neue SONNE ist eines der weltweit modernsten Forschungsschiffe. Nach der Taufe durch Bundeskanzlerin Angela Merkel im Juli 2014 übergab Bundesforschungsministerin Johanna Wanka das Forschungsschiff im November 2014 der Wissenschaft.

"Ein Hightech-Schiff, das den höchsten Ansprüchen moderner Meeresforschung gerecht wird", schwärmte Wanka bei der offiziellen Übergabe in Wilhelmshaven. Nach einer Vorstellungsreise entlang der deutschen Küste, bei der Besucher die Gelegenheit hatten, die neue SONNE zu erkunden, ist sie im Dezember 2014 zu ihrer ersten Forschungsfahrt in Richtung Mittelatlantischer Rücken und schließlich zum Puerto Rico Graben aufgebrochen. Die Haupteinsatzgebiete des neuen Schiffs liegen im Indischen und im Pazifischen Ozean.

Die SONNE bietet Platz für 40 WissenschaftlerInnen und etwa 32 Besatzungsmitglieder. Mit 116 Metern Länge und 21 Metern Breite übertrifft sie die Dimensionen des Vorgängerschiffs deutlich. Das Schiff erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 15 Knoten – knapp 28 Kilometer pro Stunde. Zur Ausrüstung zählen diverse Echolote und verschiedene Forschungswinden mit Drähten und Kabeln von bis zu zwölf Kilometern Länge, mit denen es erstmals möglich ist, Messungen in den tiefsten Gräben der Weltmeere durchzuführen. Hochauflösende Lote erkunden die Oberfläche des Meeresbodens, außerdem haben Forscher die Möglichkeit, zwei Großgeräte wie Unterwasserfahrzeuge oder Bohrgeräte parallel einzusetzen. Die neue SONNE verfügt am Heck über einen großen A-Rahmen-Kran mit einer Hebekraft von 30 Tonnen, beispielsweise zum Aussetzen von Forschungs-U-Booten und vier Ladekräne mit einer Hubkraft von 10 Tonnen. In den 17 Laboren mit insgesamt rund 500 Quadratmetern Raum können Wissenschaftler die Proben direkt an Bord untersuchen und analysieren. Auch eine Forschungs-Wetterstation befindet sich auf dem Schiff.

Eignerin der SONNE ist die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Die Fahrtplanung können Sie der Fahrtplanung FS SONNE 2016/2017 entnehmen.

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