Meeresforschung hautnah erleben – virtueller Spaziergang über das Forschungsschiff SONNE beim Tag der offenen Tür

Das Bundesforschungsministerium und Google Arts & Culture präsentierten beim Tag der offenen Tür im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane erstmals eine digitale Ausstellung mit 360-Grad-Rundgang über das Forschungsschiff SONNE. Viele tausend Bürgerinnen und Bürger haben am Wochenende das Bundesministerium für Bildung und Forschung besucht. Bundesministerin Johanna Wanka nutzte den Tag der offenen Tür, um mit den Gästen ins Gespräch zu kommen.

Einmal über das Deck eines Forschungsschiffs spazieren, einen Blick in die Labore werfen und dem Kapitän auf der Brücke über die Schulter schauen – das blieb bis jetzt zumeist Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vorbehalten. Nun erhält jeder dazu die Gelegenheit, ganz bequem von der Couch zu Hause: In Zusammenarbeit mit Google Arts & Culture präsentiert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane eine digitale Ausstellung mit 360-Grad-Rundgang durch das FS SONNE, eines der modernsten Forschungsschiffe weltweit.

Anprobe der Polaranzüge

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Die SONNE zum Mitnehmen

„Von Forschungsschiffen geht immer eine ganz besondere Faszination aus – für Laien wie für Techniker und Wissenschaftler. Die SONNE ist ein außergewöhnliches Aushängeschild der deutschen Meeresforschung, das als internationale Forschungsplattform genutzt und geschätzt wird. Der Natur der Sache ist es geschuldet, dass sie fast immer im Einsatz ist. Hafenaufenthalte, zumal in Deutschland, sind rar. Mit dem virtuellen Rundgang können Interessierte das Forschungsschiff SONNE jetzt immer und überall besichtigen, sagt Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. Beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung am vergangenen Wochenende in Berlin wurde das Angebot im BMBF erstmals einem breiten Publikum präsentiert.
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Virtual-Reality-Tour, 360-Grad-Rundgang und Multimedia-Ausstellung

Die digitale Ausstellung, die man bequem per Computer oder Smartphone seit dem 24. August via www.wissenschaftsjahr.de/sonne bzw. über die Google Arts & Culture App erleben kann, besteht aus drei Teilen. Das Herzstück ist eine „Virtual-Reality-Tour: Der moderierte Rundgang über die SONNE macht es möglich, mittels Smartphone- und Virtual-Reality-Brille hautnah zu erfahren, wie an Bord eines Forschungsschiffs gelebt und gearbeitet wird. Aber auch ohne spezielle Brille kann man das Schiff erkunden. Angelehnt an das Prinzip von Google Street View haben Neugierige die Gelegenheit, per Mausklick einen 360-Grad-Rundgang über und durch das Schiff zu machen. Zudem können sich Besucherinnen und Besucher der Website durch eine multimediale Ausstellung zum Forschungsschiff SONNE klicken. Dazu gehören ein Porträt des 2014 gebauten Schiffes sowie Einblicke in die faszinierende Tiefseeforschung an Bord.
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„Wir freuen uns, dass wir mit dem FS SONNE erstmals ein modernes Forschungsschiff auf unserer Plattform haben, so Amit Sood, Direktor von Google Arts & Culture anlässlich des Livegangs. „Durch virtuelle Realität und Online-Ausstellungen kann das FS SONNE, das oft tausende Kilometer entfernt auf Reisen ist, von Menschen auf der ganzen Welt erkundet werden.

Die Aufnahmen wurden während eines Hafenaufenthalts des FS SONNE in Yokohama, Japan im September und Oktober 2016 gemacht und im Nachgang digital für die Virtual-Reality-Tour bearbeitet. Einen großen Beitrag hat das Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM) für dieses außergewöhnliche Projekt geleistet: Das KDM gestaltete die Ausstellung inhaltlich und ergänzte sie mit zusätzlichem Foto- und Videomaterial. Die digitale Ausstellung ist vollständig in Deutsch und Englisch verfügbar.

Meeresforschung hautnah erleben beim Tag der offenen Tür

[[22500_l]]Wie leben und arbeiten Tiefseeforscher auf einem Forschungsschiff? Und was findet man in der Überlebenskiste für eine Polarexpedition? Wie wappnet sich die Heimwerkerin von morgen gegen Rückenschmerzen? Das und mehr konnten Besucherinnen und Besucher am 26. und 27. August beim Tag der offenen Tür im Bundesministerium für Bildung und Forschung erfahren. Zum dritten Mal lud das Ministerium in seinen neuen Berliner Dienstsitz am Kapelle-Ufer 1 direkt an der Spree ein. Es gab viele Informationen über aktuelle Forschungsprojekte – und bei Hausführungen einen spannenden Einblick in ein Gebäude, das die höchste Auszeichnungsstufe nach dem Bewertungssystem „Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude trägt.

Live-Schaltungen in die Antarktis

Live-Schaltungen auf das größte deutsche Forschungsschiff SONNE und auf die Forschungsstation Neumayer III in der Antarktis vermittelten lebendige Eindrücke von der deutschen Polar- und Meeresforschung, ebenso wie die Ausstellung „Das Meer beginnt hier!“, die noch bis Jahresende im Foyer des Bundesforschungsministeriums gezeigt wird. Hier erfahren Besucherinnen und Besucher, warum der vielfältige Lebensraum der Meere und Ozeane so wichtig ist – egal, ob man an der Küste oder im Binnenland lebt.

Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane
Die Meeresforschung ist Thema des Wissenschaftsjahres 2016*17. Zu 71 Prozent bedecken Ozeane und Meere unseren Planeten. Sie sind Klimamaschine, Nahrungsquelle, Wirtschaftsraum – und sie bieten für viele Pflanzen und Tiere Platz zum Leben. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen die Ozeane seit Jahrhunderten; und doch sind sie noch immer geheimnisvoll und in weiten Teilen unerforscht. Im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane geht es um die Ergründung der Gewässer, ihren Schutz und eine nachhaltige Nutzung. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Sie tragen als zentrales Instrument der Wissenschaftskommunikation Forschung in die Öffentlichkeit. Das Wissenschaftsjahr 2016*17 wird vom Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM) als fachlichem Partner begleitet.