Bundesforschungsministerium veröffentlicht neues Meeresforschungsprogramm der Bundesregierung MARE:N

Zur Eröffnung des Wissenschaftsjahres "Meere und Ozeane" legt die Bundesregierung als Teil des Rahmenprogramms "Forschung für Nachhaltige Entwicklung" (FONA³) das Forschungsprogramm "MARE:N - Küsten-, Meeres- und Polarforschung für Nachhaltigkeit" vor. MARE:N ist für die kommende Dekade das abgestimmte Programm der Bundesregierung für die Forschungsförderung an der Küste, im Meer und in den Polarregionen.
Das Forschungsschiff MERIAN ziert das Titelbild von Mare:N – Küsten-, Meeres- und Polarforschung für Nachhaltigkeit (Prof. Dr. Marc Kochzius)
Das Forschungsschiff MERIAN ziert das Titelbild von Mare:N – Küsten-, Meeres- und Polarforschung für Nachhaltigkeit
Foto: Prof. Dr. Marc Kochzius

MARE:N formuliert unter dem Dach des Rahmenprogramms Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA) neue gemeinsame Ziele für eine zukünftige Forschungsförderung in den Küsten-, Meeres- und Polarregionen. Gleichzeitig setzt MARE:N einen forschungspolitischen Dialog mit Experten aus Forschung, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik in Gang, damit auf Basis gesicherter Erkenntnisse Lösungswege für die Zukunft der Meere und Ozeane entwickelt werden.

Themenschwerpunkte:

  • Globaler Wandel und Klimageschehen
  • Ökosystemfunktion und Biodiversität
  • Globale Stoffkreisläufe und Energieflüsse
  • Umgang mit Naturgefahren
  • Nachhaltige Ressourcennutzung
  • Governance und Partizipation

Querschnittsthemen:

  • Forschungsinfrastrukturen, bestehend aus der Forschungsflotte und Großgeräten, Mess- und Beobachtungstechnik, Daten- und Informationsinfrastrukturen sowie Modellierungsinfrastruktur
  • Innovative Technologien

Ressortübergreifende Zusammenarbeit

Die Vielfältigkeit der Aufgaben, die mit diesen Herausforderungen einhergehen, spiegelt sich in der Beteiligung verschiedener Bundesressorts bei der Umsetzung nationaler und internationaler Politiken und Abkommen wider. MARE:N wird unter Federführung des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in einem Ressortkreis vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) begleitet. Auf diese Weise ist die Erarbeitung und der Transfer von Forschungsergebnissen in die politischen und gesellschaftlichen Entscheidungsprozesse gesichert ist. Die Bundesregierung stellt für die im Forschungsprogramm skizzierten Themen in den nächsten zehn Jahren über 400 Millionen Euro zur Verfügung.

Neue Infobroschüre Ozeanversauerung

Gleichzeitig stellte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka bei der Auftaktveranstaltung des Wissenschaftsjahrs 2016*2017 eine neue Informationsbroschüre zur Ozeanversauerung vor. Die Kurzbroschüre informiert anschaulich über Ozeanversauerung und die aktuelle Forschung zu dem Thema. Wissenschaftler aus dem BMBF-geförderten Projekt BIOACID kommen zu Wort und verdeutlichen, welche Auswirkungen der Klimawandel auf unsere Ozeane hat. Als eines der weltweit größten Forschungsprogramme über Ozeanversauerung hat BIOACID in internationaler Kooperation die Auswirkungen der Ozeanversauerung auf marine Ökosysteme untersucht. Die bisherigen Ergebnisse sind u.a. in den 5. IPCC-Sachstandsbericht eingeflossen.