Welche Gefahren von den
nuklearen Altlasten in Kirgistan ausgehen

Die ehemalige Sowjetrepublik Kirgistan ist ein Land voll rauer Natur: Fruchtbare Flusstäler mit Tannenwäldern, Hochsteppen und das schroffe Tian-Shan-Gebirge mit seinen hohen Felsgipfeln, steilen Schluchten und Gletschern prägen die Landschaft. Seit den 1940er Jahren wurde hier Uran abgebaut, das für das sowjetische Nuklearprogramm gebraucht wurde. Die Altlasten von damals liegen bis heute in notdürftig mit Erde zugedeckten Schlammteichen. Die Menschen vor Ort befürchten, dass Bergflüsse den radioaktiven Schlamm ins Grundwasser tragen könnten. Im durch das BMBF geförderten Projekt TRANSPOND entwickeln Forscherinnen und Forscher ein Monitoring- und Informationssystem für radioaktive Kontamination bei Hangrutschungen und Überflutungen. Der Physiker und Geschäftsführer der IAF-Radioökologie GmbH, Dr. Christian Kunze, leitet das Forschungsprojekt und berichtet im Interview über seine Arbeit.