Auftakt-Dialog: Forschung zu multilokalen Lebensweisen
Niedersächsische Gemeinden und Forschende der Uni Hannover untersuchen, wie sich eine mobile Bevölkerung auf den kommunalen Alltag auswirkt. Ihr Projekt „TempALand im Landkreis Diepholz lädt jetzt zum öffentlichen Dialog: Über das gleichzeitige Leben an mehreren Orten.
In Nachbarschaft des Großraums Bremen gelegen, stehen die Kommunen exemplarisch für eine Region mit Bevölkerungswandel. Während der Nordkreis Bevölkerungszuwachs zu verzeichnen hat, stagnieren bzw. sinken im Südkreis die Einwohnerzahlen. Hinzu kommen verschiedene Formen mobiler Lebensweisen, die von Studierenden, Fachkräften und Touristen beispielsweise.
Die temporären An- und Abwesenheiten von Bewohnern haben vielschichtige Konsequenzen für den Wohnungsmarkt, den öffentlichen Nahverkehr und die technische und soziale Infrastruktur der Kommunen. Zudem wirkt sich Multilokalität auf das Zusammenleben vor Ort und das bürgerschaftliche Engagement aus. In „TempALand wollen die Gemeinden gemeinsam mit der Kreiswaltung Diepholz und der Leibniz Universität Hannover präzise Werkzeuge für die Planung in diesen Bereichen entwickeln.
Mit der Veranstaltung „TempALand – Leben an mehreren Orten? laden die Forschungspartner am 28. Februar in Diepholz erstmals zum öffentlichen Dialog. Mit Vertretern aus kommunaler Verwaltung und Politik, von Initiativen und sozialen Einrichtungen diskutieren sie die Folgen des Lebens an mehreren Orten und stellen das Forschungsvorhaben vor.
Mehr Informationen: tempaland.de