Aktion 25: Nachhaltige Mobilität in Stadt und Land sichern

Wir wollen mit Innovationen die Mobilität der Menschen sichern und gleichzeitig die Umwelt- und Lebensqualität in der Stadt und auf dem Land steigern.

Wo stehen wir?

Mobilität verbindet Menschen und ist Voraussetzung für wirtschaftlichen Wohlstand, belastet die Umwelt durch Feinstaub und hohen CO2-Ausstoß jedoch zunehmend. Bis 2030 sieht der Klimaschutzplan eine Emissionsreduktion im Verkehrssektor von 40 bis 42 Prozent gegenüber 1990 vor. Bisher sind kaum Einsparungen erreicht worden. Für zukunftsfähige, ressourcenschonende Mobilität braucht es eine Mobilitätswende, die auf technologische und soziale Innovationen baut. Nicht nur in Deutschland ist eine Mobilitätswende notwendig. Systemische Konzepte sind von Beginn an zentral: Angesichts der dynamischen Entwicklung neuer Technologien und Mobilitätsmuster brauchen wir Forschung zu den Wirkungen verschiedener Verkehrsangebote und Gestaltungsoptionen für eine nachhaltige Mobilität in Stadt und Land.

Wo liegt der Forschungsbedarf?

Mit der Forschungsagenda „Nachhaltige urbane Mobilität“ greifen wir die Notwendigkeit einer transdisziplinären und systemischen Mobilitätsforschung auf. Sie integriert die Ergebnisse partizipativer Agendaprozesse aus den Jahren 2017 und 2018, in deren Rahmen zahlreiche Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Kommunen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ihre Perspektiven, Bedarfe und Ideen eingebracht haben. Ziel ist die Sicherung indi- vidueller Mobilität, die Steigerung der Umwelt- und Lebensqualität in Stadt und Land sowie die Stärkung der Innovationsfähigkeit des deutschen Mobilitätssektors. Hiervon können kleine und mittelständische Unternehmen genauso profitieren wie Start-ups. Im Maßnahmenpaket zum Klimaschutzprogramm 2030 haben wir auf dieser Grundlage verschiedene Forschungsinitiativen zum Thema Mobilität eingebracht.

Umsetzungsschritte und Meilensteine

  • Bis Ende 2020 werden wir einen Aktionsplan zur Mobilitätsforschung veröffentlichen, in dem Forschung und Innovationen für eine sichere, vernetzte und saubere Mobilität der Zukunft in einem umfassenden, systemischen Ansatz betrachtet werden.
  • Wir fördern bis Ende 2020 knapp 50 kommunale Projekte, die mit wissenschaftlicher Unterstützung innovative, umweltverträgliche und passgenaue lokale Mobilitätskonzepte gemeinsam mit zentralen Akteuren und Multiplikatoren vor Ort entwickeln. Ab Mitte 2021 werden 15 der Projekte in Reallaboren erprobt und die entwickelten Maßnahmen umgesetzt.
  • Bis Ende 2022 werden wir einen Innovationsbaukasten für nachhaltige Mobilitätskonzepte in Stadt und Land bereitstellen, mit dem Kommunen und Regionen durch technische, politische, administrative und soziale Lösungsansätze unterstützt werden.
  • Bis Ende 2024 werden wir jährlich Kurzdossiers zum Thema nachhaltige Mobilität veröffentlichen, um Kommunen zur Anwendung nachhaltiger urbaner Mobilitätssysteme zu motivieren.
  • Die im Rahmen der Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität (NPM) ausgearbeiteten Forschungsfragen fließen ab 2021 in die Entwicklung neuer Fördemaßnahmen ein. Zentrale Fragestellungen betreffen unter anderem die Verkehrssicherheit in Hinblick auf neue Technologien sowie die Logistik im innerstädtischen und Stadt-Umland-Bereich.
  • Mit einer neuen Maßnahme im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2030 werden wir ab 2022 neue Forschungsansätze zu systemischen Innovationsbarrieren im Klimaschutz starten – unter anderem an die Ergebnisse der NPM anschließend.
  • Die digitalen Möglichkeiten zur umwelt- und sozialverträglichen Steuerung des Personenverkehrs werden wir ab 2020 unter anderem mit einer deutsch-japanischen Forschungskooperation zu sozioökonomischen Folgeabschätzungen des autonomen Fahrens, On-Demand-Lösungen und Mobilstationen im ländlichen Raum in den Blick nehmen.
  • Ab 2021 werden wir Fördermaßnahmen zur Digitali- sierung des Liefer- und Güterverkehrs zwischen Städten und Umland sowie in Innenstädten entwickeln.

Zugehörige Maßnahmen

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