13.09.2007
offenes Ende


KMU-innovativ: Energieeffizienz und Klimaschutz

Treiber und Entwickler von innovativen Effizienztechnologien sind oft kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Das BMBF unterstützt deshalb KMU in der Spitzenforschung als Vorreiter für Verbesserungen im Themenbereich „Klimaschutz und Energieeffizienz“.
Luftkollektor mit Rohr und Solarzellen auf dem Dach einer Lagerhalle (Firma Nordluft Wärme- und Lüftungstechnik GmbH & Co. KG)
Anlage zur Trocknung von landwirtschaftlichen Produkten durch Solarenergie
Foto: Firma Nordluft Wärme- und Lüftungstechnik GmbH & Co. KG

Eine der großen Herausforderungen der Zukunft, vor denen Deutschland steht, ist der Klimaschutz. Ein wesentlicher Schlüssel hierzu ist die Erhöhung der Energieeffizienz,  die Minderung der Treibhausgasemissionen sowie die Anpassung  an den Klimawandel. Damit wird einerseits das Ziel der Bundesregierung unterstützt, den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase bis 2030 um mindestens 55 % (im Vergleich zu 1990) zu reduzieren und bis 2050 weitgehend treibhausneutral zu werden, sowie andererseits ein Beitrag zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel geleistet.

Im Fokus des Themenschwerpunktes „Klimaschutz und Energieeffizienz“ in KMU-innovativ stehen:

  • systembezogene Technologien, Verfahren und Dienstleistungen zur Steigerung der Energieeffizienz in der Industrie
  • treibhausgasmindernde Technologien und Verfahren für Industrieprozesse
  • klimarelevante Querschnittstechnologien
  • Dienstleistungen und Produkte zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel
  • klimaschonende Dienstleistungen und Bewirtschaftungsverfahren für den ländlichen Raum.

Bereits erfolgreich durchgeführte Entwicklungen betreffen beispielsweise einen energieeffizienten Fahrkartenautomaten, strömungsoptimierte Schutzgitter für einen energieeffizienteren Betrieb von Ventilatoren, ein solares Trocknungssystem mit geringem Gewicht zum Einsatz in der Herstellung und Verarbeitung industrieller und landwirtschaftlicher Rohstoffe oder die Rückgewinnung und Speicherung der Energie bei Bremsvorgängen von Elektrofahrzeugen (insbes. von Straßenbahnen).

Mit der im Jahr 2007 gestarteten Förderinitiative „KMU-innovativ“ verfolgt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Ziel, das Innovationspotential kleiner und mittlerer Unternehmen im Bereich Spitzenforschung zu realisieren und damit auch ihre Wirtschaftskraft dauerhaft zu stärken. Dazu hat das BMBF das Antrags- und Bewilligungsverfahren vereinfacht und beschleunigt sowie die Beratungsleistungen für KMU ausgebaut. Ein Lotsendienst bei der Förderberatung „Forschung und Innovation“ des Bundes berät interessierte Unternehmen in allen Fragen und vermittelt verlässlich zur richtigen Antragsstelle. Zwei regelmäßige Stichtage, zum 15. April und 15. Oktober, sowie die verbindlichen und kurzen Bearbeitungszeiten für Anträge geben Planungssicherheit.

Angesprochen sind innovative KMU, die im Wettbewerb ihre Position ausbauen wollen. Die Förderung erfolgt jeweils themenoffen: Wichtiger als die exakte Einordnung in ein spezifisches Themengebiet sind Exzellenz und Innovationsgrad des geförderten Projektes sowie hohe Verwertungschancen.

Einen Überblick über die im Themenschwerpunkt „Klimaschutz und Energieeffizienz“ geförderten Projekte finden Sie im Förderkatalog.

Weitere Informationen zu den Ansprechpartnern zur Förderinitiative KMU-innovativ finden sich auf dem zentralen Internetportal des BMBF.

Zuletzt geändert: 12.12.2018