BREsilient – Klimaresiliente Zukunftsstadt Bremen

Bremen ist durch die Folgen des Klimawandels auf vielfältige Weise betroffen. Im Projekt BREsilient werden in vier Modellbereichen gemeinsam mit den Menschen, die es betrifft, Anpassungsmaßnahmen entwickelt.

Um den Herausforderungen durch den Meeresspiegelanstieg und einer Zunahme von Starkregenereignissen und Hitzeperioden zu begegnen, beschlossen das Land und die beiden Stadtgemeinden Bremen und Bremerhaven 2018 eine Strategie zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Das Projekt „Klimaresiliente Zukunftsstadt Bremen – BREsilient" nimmt die Anpassungsstrategie zum Ausgangspunkt und unterstützt die Bewertung darin formulierter Anpassungsmaßnahmen mit einer beteiligungsorientierten Kosten-Nutzen-Analyse, v. a. zu urbanem Grün (Straßenbäume, Dach-und Freiflächenbegrünung) und intersektoralen Abstimmungsprozessen innerhalb der Bremer Verwaltung. Darüber hinaus erarbeitet BREsilient gemeinsam mit Wirtschaftsakteur:innen langfristige Anpassungsmaßnahmen für die für Bremen sehr relevante Maritime Wirtschaft und Logistik sowie die Ernährungswirtschaft. Die Arbeiten erfolgen auf Basis von Analysen internationaler Wertschöpfungsketten unter Berücksichtigung indirekter Klimafolgen. Das Projekt entwickelt außerdem in zwei ausgewählten Bremer Quartieren unter Beteiligung der Akteur:innen vor Ort konkrete Maßnahmen zur Starkregen- und Hochwasservorsorge und bereitet deren Umsetzung vor.

Diese vier sogenannten Reallabore, in denen die betroffenen Akteur:innen (Verwaltung, Wirtschaft, Zivilgesellschaft u. a.) durch Workshop-Reihen sowie Bevölkerungsbefragungen in den Forschungs- und Entwicklungsprozess einbezogen werden, bilden die zentralen Bestandteile des BREsilient Projekts. Denn hier sollen gemeinsam Lösungen für den Umgang mit den jeweils relevanten Klimafolgen erarbeitet werden. Die Reallabore ermöglichen einen iterativen Prozess zwischen Praxis, Akteursbeteiligung und Forschung, so dass wissenschaftlich fundierte und umsetzungsfähige Lösungen für Bremen erarbeitet werden. Neben der gemeinsamen Entwicklung konkreter umsetzungsfähiger Anpassungsmaßnahmen, verfolgt das Projekt das Ziel, im Rahmen der Reallabore für die jeweils relevanten Klimafolgen zu sensibilisieren und Eigenvorsorge zu fördern. Durch eine in das Projekt integrierte Prozess- und Wirkevaluation werden Erfolgsfaktoren bei der Gestaltung von Reallaboren zur Klimaanpassung identifiziert. Ferner wird erfasst, inwieweit die Beteiligungsprozesse zu resilienzsteigernden Klimaanpassungsentscheidungen und -maßnahmen führen. Die Evaluationsergebnisse zeigen, dass durch die Reallabore Steigerungen des Risiko- und Anpassungswissens bezüglich Klimafolgen (Resilienzwissen), der Motivation zum Resilienzhandeln und der Resilienzvernetzung bei allen beteiligten Akteursgruppen erreicht wurden. Andere Städte können von den Ergebnissen profitieren, und zwar v. a. hinsichtlich der erarbeiteten und evaluierten (Reallabor-)Konzepte zur Bewertung von (und Einigung auf) Anpassungsmaßnahmen zwischen verschiedenen Verwaltungsressorts und gemeinsam mit Wirtschaftsakteur:innen sowie Bürger:innen.

Verbundkoordination
Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau der Freien Hansestadt Bremen
Dr. Lucia Herbeck, Projektleiterin
An der Reeperbahn 2
28217 Bremen

E-Mail: bresilient@umwelt.bremen.de

Projektseite BREsilient

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