HeatResilientCity – Hitzeresiliente Stadt- und Quartiersentwicklung in Großstädten am Beispiel von Dresden und Erfurt

Lebensqualität trotz Sommerhitze? Das Verbundprojekt HeatResilientCity untersucht in zwei Reallaboren, wie Stadtquartiere mit ihren Freiräumen und Gebäuden an die Herausforderungen durch zunehmende sommerliche Hitze angepasst werden können.

Sommerhitze belastet die Bewohner:innen stark verdichteter Stadtviertel. In den Reallaboren Dresden-Gorbitz und Erfurter Oststadt will das Projekt HeatResilientCity die Belastung durch Hitze reduzieren, indem die Forschenden Anpassungsmaßnahmen an Gebäuden und in Freiräumen entwickeln, pilothaft umsetzen und bewerten. Dabei werden Mehrfamilienwohnhäuser des industriellen Wohnungsbaus, gründerzeitliche Gebäude sowie eine Kindertagesstätte betrachtet. So will das Projekt das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit der Menschen sichern und die Aufenthaltsqualität im Freien und in Gebäuden steigern. Die Maßnahmen sollen innovativ, sozial gerecht und von den Bewohner:innen akzeptiert sein. Die gewonnenen Erkenntnisse können auf andere Städte übertragen werden.

Die folgenden Forschungsfragen werden adressiert:

  1. Wo in Gebäuden und Freiräumen ist die Belastung durch sommerliche Hitze am größten und welche Bevölkerungsgruppen fühlen sich besonders belastet?
  2. Welche Maßnahmen gegen sommerliche Hitze sind von den Bewohner:innen akzeptiert und gleichzeitig objektiv wirksam?
  3. Wie können akzeptierte, wirksame Anpassungsmaßnahmen durch Bewohner:innen, Stadtverwaltungen und Eigentümer:innen in den Reallaboren am besten umgesetzt werden?
  4. Welche Hemmnisse wurden bei der Umsetzung von Hitzeanpassungsmaßnahmen aufgedeckt und wie können diese in Zukunft adressiert werden?

In den Reallaboren untersucht HeatResilientCity die Perspektiven, Bewertungen und Möglichkeiten der Bewohner:innen. Akteure aus der Gebäudewirtschaft und der Stadtentwicklung bilden gemeinsam mit den Kompetenzen der wissenschaftlichen Partner:innen ein kreatives und innovatives Umfeld für die Entwicklung von Anpassungsmaßnahmen. Die beiden Städte koordinieren die innerstädtische Vernetzung, verantworten das Management der Reallabore und unterstützen die Entwicklung und Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen. Der inter- und transdisziplinär zusammengesetzte Forschungsverbund adressiert gezielt bestehende Zielkonflikte, erhöht die Akzeptanz von Klimaanpassungsmaßnahmen, baut Umsetzungsbarrieren ab und leistet damit einen Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung.

Projektleitung
Dr.-Ing. habil. Regine Ortlepp
IÖR - Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V.
Weberplatz 1
01217 Dresden

Tel.: +49 (0)351 4679 246
E-Mail: r.ortlepp@ioer.de

Projektseite HeatResilientCity

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