01.07.2005 21.05.2015
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Future Megacities – Energie- und klimaeffiziente Strukturen in urbanen Wachstumszentren

Urbanen Wachstumszentren kommt eine Schlüsselrolle beim globalen Klimaschutz (Mitigation) und für die Anpassung an den Klimawandel (Adaptation) zu. Welche technischen und nicht-technischen Innovationen begünstigen ihre nachhaltige Entwicklung?

Urbanen Wachstumszentren kommt eine Schlüsselrolle beim globalen Klimaschutz (Mitigation) und für die Anpassung an den Klimawandel (Adaptation) zu. Obwohl Städte nur 2 % der Landoberfläche der Erde einnehmen, zeichnen sie für drei Viertel des globalen Energieverbrauchs sowie für zwischen 70 bis 85 % des globalen Treibhausgasaufkommens verantwortlich. Städte treiben den Klimawandel nicht nur an, sie sind auch von seinen Folgen geballt betroffen. Ein Fünftel der Weltbevölkerung lebt näher als 30 Kilometer an Meeresküsten in Gebieten mit hoher Bevölkerungskonzentration. Überschwemmungen, Sturmfluten, Starkwinde, Starkregen sowie Hitze- und Trockenperioden werden in Zukunft häufiger auftreten und Menschenleben, Wohngebiete, Infrastrukturen, Ökosysteme, das Wirtschaftsleben und die öffentliche Gesundheit und Sicherheit in Städten gefährden. Politische, wirtschaftliche und zivilgesellschaftliche Institutionen sind hier vor neue Herausforderungen gestellt.

Ziel des Förderschwerpunkts „Zukünftige Megastädte" war es, urbane Wachstumszentren bei ihren strategischen Richtungsentscheidungen zu unterstützen. Unter dem Primat der nachhaltigen Entwicklung galt es, einen breit bestückten „Werkzeugkasten" mit anwendungsorientierten und übertragbaren Lösungen für den Umgang mit den Herausforderungen Energieeffizienz, Ressourcenverbrauch und Klimaveränderungen zu entwickeln.

Neun bilaterale Forschungsteams aus acht Schwellen- und Entwicklungsländern und aus Deutschland gingen hierzu neue Allianzen mit Stadtverwaltungen, Unternehmen und dem Finanzsektor und der Zivilgesellschaft ein. Kooperiert wurde mit rasch wachsenden städtischen Ballungsgebieten in Äthiopien, China, Indien, Iran, Marokko, Peru, Südafrika und Vietnam. Die Projekte fokussierten auf spezifische energie- und klimaeffiziente Strukturen in Lebensbereichen und Wirtschaftssektoren, die den Energieverbrauch und Treibhausgasausstoß von Städten determinieren, häufig aber gleichfalls dringend der Vorsorge und Adaptation bedürfen. Für die Bereiche Bauen und Wohnen, Ernährung und städtische Landwirtschaft, Gesundheit und Lebensqualität, Stadtplanung, und Regierbarkeit Energieversorgung und -verbrauch, Mobilität und Verkehr, Wasserversorgung, Abfallbehandlung und Umweltmanagement wurden gute Praxisbeispiele entwickelt. Sie sind über die in der Fördermaßnahme entwickelten, aktuellen und umfangreichen „Products and Tools Data Base"- weltweit abrufbar: http://future-megacities.org/index.php?id=133

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