26.02.2024 31.10.2028
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CDRterra: Forschung von Methoden zur CO₂-Entnahme aus der Atmosphäre – Carbon Dioxide Removal (CDR)

Zur Erreichung der Treibhausgasneutralität bis 2045 muss der Atmosphäre dauerhaft CO₂ entzogen werden. Die BMFTR-Fördermaßnahme CDRterra erforscht Technologien sowie politische, ökologische und gesellschaftliche Fragen zu CDR-Methoden an Land.

Im Pariser Übereinkommen von 2015 wurde das Ziel festgelegt, den Anstieg der globalen Mitteltemperatur auf deutlich unter 2 °C gegenüber vorindustriellem Niveau zu beschränken und „Anstrengungen zu unternehmen", den Anstieg sogar auf 1,5 °C zu begrenzen. Europa soll bis 2050 „klimaneutral" sein. Deutschland strebt die Treibhausgasneutralität bis 2045 an. Nach heutigem Wissensstand wird es jedoch auch in Zukunft CO2-Emissionen geben, die unvermeidbar oder nur sehr schwer vermeidbar sind – beziehungsweise für deren Vermeidung entsprechende Maßnahmen zu kostenintensiv sind. Diese Emissionen fallen zum Beispiel in der Landwirtschaft, manchen Industriezweigen und der Abfallwirtschaft an. Der Sechste Sachstandsbericht des Weltklimarats IPCC bekräftigt dies: Neben der drastischen Reduktion von Treibhausgasemissionen werden auch sogenannte „negative Emissionen" benötigt werden, um den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf 1,5 °C oder 2 °C zu begrenzen. Negative Emissionen sind Maßnahmen, die das CO2 aktiv aus der Atmosphäre entziehen (Carbon Dioxide Removal, CDR) und langfristig speichern.

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) investiert bereits seit 2021 mit der Fördermaßnahme CDRterra in die Forschung rund um CDR. Denn viele Fragen der Machbarkeit und Umsetzungsbedingungen der unter dem Begriff „CDR" geführten Technologien und Ansätze sind noch nicht ausreichend erforscht. Ziel von CDRterra ist es, terrestrische CDR-Methoden auf ihre großskalige Umsetzbarkeit sowie auf ihre Wechselwirkungen mit anderen Nachhaltigkeitszielen und den komplexen Zusammenhängen im Erd- und Klimasystem zu untersuchen. Darüber hinaus verfolgt CDRterra das Ziel, die verschiedenen CDR-Methoden vergleichend zu analysieren und zu bewerten. Die Projekte erforschen sowohl einzelne CDR-Methoden als auch übergreifende Fragen zu politischer und institutioneller Machbarkeit, gesellschaftlicher Akzeptanz sowie Ethik. Damit sollen Grundlagen für forschungs- und klimapolitische Entscheidungen – auch über Investitionen in die Entwicklung oder die Regulierung eines Einsatzes von CDR-Methoden – verbessert werden.

Auch wenn die Potenziale dieser Methoden noch näher untersucht werden müssen, ist es sehr wahrscheinlich, dass die realisierbaren Mengen nur einem kleinen Teil jetziger Emissionen entsprechen werden. Ambitionierter Klimaschutz durch die Reduktion von Treibhausgasemissionen sowie Anpassung an den erwarteten Klimawandel müssen daher weiterhin höchste Priorität haben.

mehr zur ersten Förderphase CDRterra I (2021-2025)

mehr zur zweiten Förderphase CDRterra II (2025-2028)

Beitrag zur Hightech Agenda Deutschland

Die Fördermaßnahme CDRterra leistet einen Beitrag zur “Hightech Agenda Deutschland“ der Bundesregierung, darin vor allem im strategischen Forschungsfeld „Meeres-, Klima- und Nachhaltigkeitsforschung“ – sie gehört zu den Vorhaben, die die Grundlage für eine neue wirtschaftliche Dynamik durch leistungsfähige Technologien für Negativemissionen (CDR) und Klimaneutralität schafft.

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