10.06.2024 Offenes Ende
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Drittes deutsch-griechisches Forschungs- und Innovationsprogramm

Wasserstofftechnologien haben vielfältige Einsatzmöglichkeiten in den Sektoren Wärme, Industrie und Verkehr. Dadurch sind sie ein wichtiger Baustein für das Gelingen der Energiewende sowie das Erreichen nationaler wie internationaler Klimaziele. Um die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und Griechenlands zu stärken, fördert das dritte deutsch-griechische Forschungs- und Innovationsprogramm Verbundvorhaben der angewandten Forschung und Entwicklung entlang der Wertschöpfungskette von Grünem Wasserstoff.

Das Programm schließt an die erfolgreichen vorherigen Auflagen aus den Jahren 2013 und 2016 an und stellt den Beginn der gemeinsamen Forschung im Bereich Grüner Wasserstoff der beiden Länder dar. Es zielt darauf ab, den Wissenstransfer zwischen Forschung und Industrie zu intensivieren und neuartige Forschungsergebnisse in marktreife Prototypen zu übersetzen. Darüber hinaus unterstützt es Kooperationen zwischen deutschen und griechischen Einrichtungen, um die Grundlagen für eine über die Projektlaufzeit andauernde Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationspartnerschaft zu legen.

Gefördert wird in zwei Modulen. Modul A, betreut durch den Projektträger Jülich, fördert Verbundvorhaben mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Grünem Wasserstoff von der Erzeugung über die Speicherung und den Transport bis hin zur Nutzung einschließlich übergeordneter systemischer Fragestellungen. Die Vorhaben weisen eine hohe Praxisrelevanz auf und zeigen Strategien auf, um die Forschungsergebnisse in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft zu implementieren.

Modul B, betreut durch den DLR-Projektträger, fördert wissenschaftliche Begleitprojekte, welche die Projekte aus Modul A hinsichtlich des Potenzials in Bezug auf den Wissens- und Technologietransfer analysieren und mögliche Verbesserungsvorschläge erarbeiten.

Im Januar 2026 sind im Modul A die Vorhaben pHyBios, HyPathGR und H2SAFE gestartet.

Weitere Informationen zu den Projekten

Brennstoffunterstützte Festoxid-Elektrolysezellen für den Betrieb mit Biogas entwickeln, die sich auch als Brennstoffzellen zur Stromerzeugung einsetzen lassen – das ist das Ziel des Verbundvorhabens pHyBios. Dafür entwickelt es neue Materialien und konzipiert einen experimentellen Short-Stack inklusive eines entsprechenden Teststands. Außerdem umfassen die Arbeiten die Modellierung auf Material- und Systemebene, um die Technologie zu simulieren und zu optimieren. Das pHyBios-Team bewertet zudem die ökonomischen, ökologischen und sozialen Auswirkungen und entwickelt potenzielle Geschäftsszenarien.

Das Verbundvorhaben HyPathGR hat sich zum Ziel gesetzt, das Potenzial Griechenlands für erneuerbare Energien und den daraus generierten Wasserstoff sowohl für den Eigenbedarf als auch für den Export zu analysieren. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen dazu, den Rahmen für den Transport des Überschusses über bestehende Pipelinesysteme nach Deutschland und in die EU zu definieren.

Das Projekt H2SAFE verfolgt das Ziel, die sichere und effiziente Speicherung sowie Verteilung von Wasserstoff zu verbessern. Die Projektbeteiligten untersuchen, wie sich intelligente Sensoren mittels Laser-Metal-Deposition-Technologie (LMD) in Speicherbehältern, Rohrleitungen und Armaturen zur Echtzeitüberwachung integrieren lassen. KI-gestützte Algorithmen erfassen die Daten und werten diese aus. Außerdem untersucht H2SAFE die Eignung von Sensoren und Material zur thermischen Abschirmung sowie die frühzeitige Erkennung von Spannungskorrosionsrissen.

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