REPGam – Wissens- und Technologietransfer für Erneuerbare Energie in Gambia

Im westafrikanischen Gambia sind die Folgen des Klimawandels schon heute deutlich zu spüren. Dürren und kürzere Regenzeiten gefährden die Agrarwirtschaft, eine der Haupteinnahmequellen Gambias. Der wichtigste Fluss, nach dem das Land einst benannt worden ist, droht zu versalzen. Obwohl Gambia ehrgeizige Klimaschutzmaßnahmen verfolgt, werden die Folgen des Klimawandels voraussichtlich weiter zunehmen. Weiterhin sind durch den Mangel an kostengünstiger Elektrizität in vielen Gemeinden die lokalen Aufstiegschancen für junge Menschen begrenzt.

Das Projekt REPGam – durchgeführt von der Universität von Gambia (UTG) und dem Klimakompetenzzentrum WASCAL – will diesen beiden Problemen begegnen, indem es grüne und kostengünstige Elektrizität in 23 Gemeinden ausbaut und gleichzeitig fast 300 gambische Jugendliche in den Bereichen Installation, Betrieb und Wartung von Photovoltaikanlagen schult.

Dürren und Mangel an Elektrizität
Der Bericht des Weltklimarates der Vereinten Nationen spricht eine deutliche Sprache: Die globale Erwärmung wird noch schneller voranschreiten als bisher angenommen, wenn nicht unverzüglich Maßnahmen ergriffen werden. In vielen Regionen der Welt sind die Folgen des Klimawandels schon heute spürbar – so auch in Gambia. Neben Dürren und Überschwemmungen macht den Menschen vor Ort zusätzlich der Mangel an Elektrizität zu schaffen.

Das Ziel des Forschungsprojektes REPGam ist es deshalb, den Wissens- und Technologietransfer in Gambia voranzutreiben und den Ausbau Erneuerbarer Energien unter Einbeziehung ökonomischer, ökologischer und sozialer Aspekte zu fördern. Das Projekt hat eine Laufzeit von vier Jahren und wird vom Klimakompetenzzentrum WASCAL gemeinsam mit der Universität von Gambia (UTG) durchgeführt.

Die Ziele von REPGam
Im Wesentlichen verfolgt das Forschungsprojekt drei Aspekte:

  1. Die Beschäftigungsperspektiven der gambischen Jugend im Bereich der Technologien für Erneuerbare Energien stärken, indem 280 gambische Jugendliche in den Bereichen Installation, Betrieb und Wartung von Photovoltaikanlagen qualifiziert werden,
  2. durch die Bereitstellung von sauberer und kostengünstiger Elektrizität in 23 Gemeinden die Lebensqualität der gambischen Bevölkerung steigern, die Akzeptanz von erneuerbaren Energietechnologien verbessern und neue lokale Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen,
  3. Gambia dabei unterstützen, die nationalen Klimaziele der 21. UN-Klimakonferenz in Paris erfolgreich umzusetzen.

Zuletzt geändert am