KI-Anwendungshub Kunststoffverpackungen – nachhaltige Kreislaufwirtschaft durch Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz (KI) kann dabei helfen, Abfallberge zu verringern und wichtige Ressourcen im Kreislauf zu führen. Um dieses Potenzial zu nutzen, sollen in der Fördermaßnahme "KI-Anwendungshub Kunststoffverpackungen – nachhaltige Kreislaufwirtschaft durch Künstliche Intelligenz" Methoden der KI entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Design bis Kreislaufschließung für Kunststoffverpackungen anhand eines konkreten Anwendungsfalls erprobt und in die Anwendung gebracht werden.

Verpackungen bilden global betrachtet den mit Abstand größten Teil an Kunststoffabfällen. Trotz hoher Verwertungsquoten in Deutschland wird nur ein geringer Teil des Materials tatsächlich im Kreislauf geführt. Eine hochwertige Nutzung von Kunststoffen als Sekundärrohstoff scheitert häufig an technischen und wirtschaftlichen Herausforderungen. Die zunehmende technische Leistungsfähigkeit von Künstlicher Intelligenz (KI) ermöglicht den Weg zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft.

Mit der Fördermaßnahme "KI-Anwendungshub Kunststoffverpackungen – nachhaltige Kreislaufwirtschaft durch Künstliche Intelligenz" will das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Anwendung von Methoden der KI für eine ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft im Bereich Kunststoffverpackungen in Deutschland vorantreiben.

Ziel der Fördermaßnahme

Ziel der Förderrichtlinie ist es, durch Anwendungen von KI-Methoden über die gesamte Wertschöpfungskette Design, Produktion, Sammlung und Sortierung sowie Recycling und Reuse die Kreislaufführung von Kunststoffverpackungen deutlich zu verbessern. Unter Beachtung der Zielhierarchie "Reduce, Reuse, Recycle" sollen fossile Rohstoffe eingespart, die Gesamtrohstoffproduktivität gesteigert und Treibhausgasemissionen vermieden werden.

Gefördert wird der Aufbau eines KI-Anwendungshubs für den Einsatz von Methoden der KI im Bereich Kunststoffverpackungen. Der KI-Anwendungshub besteht aus zwei Innovationslaboren, die jeweils einen der beiden Themencluster bearbeiten:

  • Design und Produktion

  • Kreislaufschließung durch Sammlung, Sortierung, Recycling und Reuse

Der KI-Anwendungshub soll am Ende seiner Laufzeit für einen konkreten Anwendungsfall entlang der Wertschöpfungskette die Machbarkeit der Kreislaufführung zeigen. Der Anwendungsfall muss sowohl eine hohe qualitative und quantitative Relevanz und ein signifikantes Marktpotenzial besitzen als auch gut auf weitere Materialströme bzw. Wertschöpfungsketten übertragbar sein.

Die Förderung der beiden Innovationslabore erfolgt über eine Laufzeit von drei Jahren mit einer maximalen Zuwendungssumme in Höhe von 15 Mio. € pro Innovationslabor.

Das Förderverfahren ist mehrstufig angelegt. In der ersten Verfahrensstufe ist dem Projektträger Jülich durch den Verbundkoordinator bis spätestens 15.12.2021 eine mit den Verbundpartnern abgestimmte Projektskizze über das elektronische Antragssystem "easy-Online" einzureichen.

Weitere Informationen können Sie der Bekanntmachung entnehmen.

Vernetzungsangebote

 

Informations- und Vernetzungsveranstaltung

Zur Vorbereitung von Projektskizzen und zur Vernetzung mit potenziellen Verbundpartnern wird eine allgemeine Informations- und Vernetzungsveranstaltung angeboten. Neben der Erläuterung der Ziele, Inhalte und Verfahren dieser Fördermaßnahme können interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Kompetenzen, Bedarfe o.ä. pitchen und sich mit anderen interessierten Akteuren vernetzen.

Die virtuelle Veranstaltung findet am 20.10.2021 im Zeitraum von 10 - 14 Uhr statt. Das Programm finden Sie hier.

Wenn Sie im Rahmen der Vernetzung Ihre Ideen, Bedarfe, Kompetenzen o.ä. den anderen Teilnehmenden pitchen möchten, ist eine Anmeldung bis zum 15.10.2021 um 12 Uhr erforderlich. Ein Pitch dauert maximal drei Minuten und Sie können 1-2 Folien zeigen.

Im Anschluss an die Veranstaltung bzw. nach Vereinbarung werden individuelle Beratungen durch den Projektträger angeboten. Bitte geben Sie einen entsprechenden Bedarf bei der Anmeldung an.
Bitte melden Sie sich für die Veranstaltung hier an. Eine kurzfristige Teilnahme ohne Anmeldung ist aber auch möglich. 

 

Partnering-Tool

Zur Verwirklichung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft für Kunststoffverpackungen sollen innerhalb der beiden Innovationslabore alle relevanten Stakeholder aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zusammenarbeiten. Akteure aus der Kunststoff- oder Verpackungsindustrie mit ihren vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsketten müssen sich gemeinsam mit Partnern mit ausgewiesener KI-Expertise als Forschungsverbünde bewerben.

Für die Vernetzung mit weiteren interessierten Akteuren und die Suche von passenden Kooperations-partnern steht ein Partnering-Tool zur Verfügung.

 

 

 

Nachrichten zur Maßnahme

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