Wassersicherheit in Afrika (WASA)
Eine nachhaltige Wasserversorgung gehört zu den zentralen Herausforderungen im südlichen Afrika. Dringend benötigt werden innovative Wassertechnologien, angepasste Infrastrukturen und vorausschauende Managementkonzepte. Das Programm „Wassersicherheit in Afrika" (WASA) entwickelt gemeinsam mit afrikanischen Partnerinnen und Partnern praxistaugliche Lösungen, um die Wasserver- und Abwasserentsorgung langfristig zu sichern. Derzeit arbeiten sieben deutsch afrikanische Kooperationsprojekte an konkreten Anwendungen. Dazu gehören unter anderem die Entwicklung einer nationalen Strategie zur Wasserwiederverwendung in Namibia sowie ein hydrologisches Modellsystem zur Risikoabschätzung extremer Wetterereignisse in Südafrika.
WASA wurde als Ergebnis des Runden Tisches der Bundesregierung zum Themenzyklus „Perspektiven schaffen in Afrika“ ins Leben gerufen und gemeinsam von afrikanischen und deutschen Experten aus Wissenschaft und Praxis entwickelt. Auf deutscher Seite haben sich unter Federführung des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) sechs weitere Bundesressorts sowie deren nachgeordnete Institutionen an der Entwicklung des Programms beteiligt.
WASA ist Teil der BMFTR-Strategie „Forschung für Nachhaltigkeit – FONA". Auf übergeordneter Ebene soll das Programm zudem wichtige Beiträge zur Umsetzung der UN-Agenda 2030 (Sustainable Development Goals – SDG) sowie zu nationalen und regionalen Anpassungsplänen und -strategien leisten. Der afrikanische Ministerrat für Wasser (AMCOW) und die jeweils zuständigen Wasserministerien begleiten und unterstützen die Programmumsetzung. In Südafrika stellt beispielsweise die Water Research Commission ergänzende Fördermittel bereit.
In sieben gemeinsamen Projekten arbeiten Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Praxispartner daran, innovative Verfahren, Produkte und Dienstleistungen für die Wasserver- und Abwasserentsorgung zu entwickeln und unter realen Bedingungen zu erproben. Beteiligte Länder sind Angola, Botsuana, Namibia, Sambia, Südafrika und Tansania.
Die deutsch-afrikanischen Kooperationsprojekte sind im Mai 2024 gestartet. Sie adressieren kritische Herausforderungen im Bereich der Wassersicherheit.
Themenfeld 1: Nachhaltiges Wasserressourcenmanagement
- SeeKaquA: Semi-airborne elektromagnetische Exploration von Aquiferen in der Kalahari, Afrika
Kontakt: Dr. Raphael Rochlitz, LIAG-Institut für Angewandte Geophysik & Dr. Josefina Hamutoko, University of Namibia
www.liag-institut.de/forschung/projekte/seekaqua.html - WaMiSAR: Nachhaltiges und klimaangepasstes Wassermanagement im Bergbau der Region des südlichen Afrikas
Kontakt: Prof. Dr. Stefan Norra, Universität Potsdam & Dr. Martin Schneider, Desert Research Foundation of Namibia
www.wamisar.info/index.php
Themenfeld 2: Wasserinfrastruktur und Wassertechnologie
- MAMDIWAS: Nutzung von Grubenwasser als Motor für Veränderung zur Erhöhung der Wassersicherheit in Südafrika
Kontakt: Prof. Dr.-Ing. Stefan Panglisch, Universität Duisburg-Essen & Prof. Dr. Richard Moutloali, University of South Africa
www.uni-due.de/zwu/mamdiwas.php - NEU-Water: Natur-Technische Stadtentwicklung für Wasserrecycling und Wiederverwendung
Kontakt: Prof. Dr. Wolfgang Dickhaut, HafenCity Universität Hamburg & Assoc. Prof. Kevin Winter, University of Cape Town
www.hcu-hamburg.de/research/forschungsgruppen/reap/neu-water - WaReNam: Mehrskalige Wasserwiederverwendungsstrategie für Namibia: Technologie, Governance und Capacity Development
Kontakt: Dr.-Ing. Martin Zimmermann, Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) GmbH & Maria Amakali, Ministry of Agriculture, Fisheries, Water and Land Reform (MAFWLR)
www.warenam.net
Themenfeld 3: Hydrologische Vorhersagen und Umgang mit hydrologischen Extremen
- Co-HYDIM-SA: Co-Design eines hydrometeorologischen Informationssystems für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wasserressourcen im südlichen Afrika
Kontakt: Prof. Dr. Andreas Fink, Karlsruher Institut für Technologie & Prof. Dr. Gizaw Mengistu Tsidu, Botswana International University of Science and Technology
cohydimsa.imk-tro.kit.edu/index.php - WaRisCo: Risiken und Resilienz hydrologischer Extreme in städtisch-ländlichen Gebieten im südlichen Afrika – Co-Produktion von Wasser- und Klimadienstleistungen für ein angepasstes und nachhaltiges Risikomanagement
Kontakt: Dr. Sophie Biskop, Friedrich-Schiller-Universität Jena & Prof. Dr. Francois Alwyn Engelbrecht, University of the Witwatersrand
www.chemgeo.uni-jena.de/en/31075/warisco
TWAS-DFG Cooperation Visits Programme
Fachlich übergreifend besteht auch im Rahmen des TWAS-DFG Cooperation Visits Programme die Möglichkeit, Unterstützung für kurzfristige Forschungsaufenthalte (bis zu 3 Monaten) afrikanischer Post-Doktorandinnen und Post-Doktoranden in Deutschland zu beantragen. Weitere Informationen finden Sie hier.
Eingeleitet wurde das WASA-Programm mit einer Initialphase im südlichen Afrika im Zeitraum 2021-2023. Die Inhalte und Themen der 13 Initialphasenprojekte sind hier verfügbar. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht der Abschlussberichte.
Abschlussberichte der WASA-Initialphasenprojekte
- Co-HYDIM-SA (Co-design of a Hydro-Meteorological Information System for Sustainable Water Resources Management in Southern Africa)
- CoSMOS (Development of a Community-Based Sustainable Water Management and Observation System)
- ECWASA (Innovative Water Infrastructure Management to Increase Water Security for Civilians, Economy & Agriculture in Southern Africa)
- FIUWA (Frugal Innovation and Entrepreneurship in Water 4.0 in Africa)
- KreATiw (Climate Resilience, Sanitation and Water Safety)
- MAMDIWAS (Membrane-Based Decentralized Reclamation of Acid Mine Drainage for Improvement of Water Security and Mitigation of Environmental Impacts in Southern Africa)
- MiWaSec (Mining and Water security: Development and Implementation of Innovative Strategies for the Prevention and Remediation of Mining-Related Damage to Critical Water Resources in Southern Africa); englische Fassung
- MultiReWas (Multifunctional Strategies for Resilient Water Security in the Eastern Erongo Region); MultiReWas (englische Fassung)
- NEU Water (Nature Engineered Urban Design for Water Recycling & Reuse); NEU Water Annex 1 (englische Fassung)
- OWASA (Open Science to Support Local Water Security in Southern Africa)
- SusTraL (Sustainable Resource Management to Ensure Water Security in the Limpopo River Basin: An Initiative for a Transboundary Hydro-Economic Model); englische Fassung
- WaMiNa (Sustainable and Climate Adapted Water Management in Mining Industry of Namibia and Neighbouring Countries)
- WaReNam (Multi-Scale Water Reuse Strategy for Namibia)
Nachrichten zur Maßnahme
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