24.02.2023 30.04.2028
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Wassersicherheit in Afrika (WASA)

Im globalen Vergleich weist Subsahara-Afrika derzeit den mit Abstand geringsten Versorgungsgrad mit sauberem und sicher verwaltetem Wasser auf. Dringend benötigt werden innovative Wassertechnologien, angepasste Wasserinfrastrukturen und vorrausschauende Managementkonzepte zur Verbesserung der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung. Das Programm „Wassersicherheit in Afrika (WASA)“ wurde als Ergebnis des Runden Tisches der Bundesregierung zum Themenzyklus „Perspektiven schaffen in Afrika“ ins Leben gerufen. Im Mai 2024 sind die vierjährigen Forschungsprojekte der WASA-Hauptphase angelaufen.

WASA wurde in einem gemeinsamen Konsultationsprozess mit afrikanischen und deutschen Experten aus Wissenschaft und Praxis entwickelt, darunter der Rat der afrikanischen Wasserministerien (AMCOW) und die Wasserministerien aus Angola, Botsuana, Namibia, Sambia und Südafrika. Auf deutscher Seite haben sich unter Federführung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) sechs weitere Bundesressorts sowie deren nachgeordnete Institutionen an der Entwicklung des Programms beteiligt. WASA ist Teil der BMBF-Strategie „Forschung für Nachhaltigkeit – FONA".

Das WASA-Programm unterstützt die Afrikastrategie des BMBF, die unter anderem eine verstärkte Kooperation mit afrikanischen Partnern bei der Bewältigung globaler Herausforderungen vorsieht. Wesentlicher Inhalt sind Beiträge zu den Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals – SDG) der Vereinten Nationen. Die Umsetzung ergänzt zudem die nationalen Strategien der beteiligten Länder im südlichen Afrika und wird durch die jeweils zuständigen Ministerien unterstützt. So hat zum Beispiel die Water Research Commission in Südafrika korrespondierende Fördergelder bereitgestellt. Beteiligte Länder der WASA-Hauptphase sind Angola, Botsuana, Namibia, Sambia, Südafrika und Tansania.

Der Schwerpunkt der WASA-Hauptphase liegt auf Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, Kapazitätsentwicklung sowie Demonstrations- und Innovationsaktivitäten. Angestrebt wird die Entwicklung neuer Verfahren, Produkte und Dienstleistungen.

Für die WASA-Hauptphase wurden insgesamt sieben Forschungs- und Entwicklungsprojekte ausgewählt:

 

Themenfeld 1: Nachhaltiges Wasserressourcenmanagement

  • SeeKaquA: Semi-airborne elektromagnetische Exploration von Aquiferen in der Kalahari, Afrika
    Kontakt: Dr. Raphael Rochlitz, Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik & James Sauramba, SADC Groundwater Management Institute

  • WaMiSAR: Nachhaltiges und klimaangepasstes Wassermanagement im Bergbau der Region des südlichen Afrikas
    Kontakt: Prof. Dr. Stefan Norra, Universität Potsdam, Dr. Martin Schneider, Desert Research Foundation of Namibia & Charl Harding, Impact Catalyst

Themenfeld 2: Wasserinfrastruktur und Wassertechnologie

  • MAMDIWAS: Nutzung von Grubenwasser als Motor für Veränderung zur Erhöhung der Wassersicherheit in Südafrika
    Kontakt: Prof. Dr.-Ing. Stefan Panglisch, Universität Duisburg-Essen & Prof. Dr. Richard Moutloali, University of South Africa

  • NEU-Water: Natur-Technische Stadtentwicklung für Wasserrecycling und Wiederverwendung
    Kontakt: Prof. Dr. Wolfgang Dickhaut, HafenCity Universität Hamburg & Assoc. Prof. Kevin Winter, University of Cape Town

  • WaReNam: Mehrskalige Wasserwiederverwendungsstrategie für Namibia: Technologie, Governance und Capacity Development
    Kontakt: Dr.-Ing. Martin Zimmermann, Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) GmbH & Maria Amakali, Ministry of Agriculture, Water and Land Reform (MAWLR)

Themenfeld 3: Hydrologische Vorhersagen und Umgang mit hydrologischen Extremen

  • Co-HYDIM-SA: Co-Design eines hydrometeorologischen Informationssystems für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wasserressourcen im südlichen Afrika
    Kontakt: Prof. Dr. Andreas Fink, Karlsruher Institut für Technologie & Prof. Dr. Gizaw Mengistu Tsidu, Botswana University of Science and Technology

  • WaRisCo: Risiken und Resilienz hydrologischer Extreme in städtisch-ländlichen Gebieten im südlichen Afrika – Co-Produktion von Wasser- und Klimadienstleistungen für ein angepasstes und nachhaltiges Risikomanagement
    Kontakt: Dr. Sophie Biskop, Friedrich-Schiller-Universität Jena & Prof. Dr. Francois Alwyn Engelbrecht, University of the Witwatersrand

Eingeleitet wurde das WASA-Programm mit einer Initialphase im südlichen Afrika im Zeitraum 2021-2023. Die Inhalte und Themen der 13 Initialphasenprojekte finden sich hier. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht der Abschlussberichte.

 

Abschlussberichte der WASA-Initialphasenprojekte

  • Co-HYDIM-SA (Co-design of a Hydro-Meteorological Information System for Sustainable Water Resources Management in Southern Africa)
  • CoSMOS (Development of a Community-Based Sustainable Water Management and Observation System)
  • ECWASA (Innovative Water Infrastructure Management to Increase Water Security for Civilians, Economy & Agriculture in Southern Africa)
  • FIUWA (Frugal Innovation and Entrepreneurship in Water 4.0 in Africa)
  • KreATiw (Climate Resilience, Sanitation and Water Safety)
  • MAMDIWAS (Membrane-Based Decentralized Reclamation of Acid Mine Drainage for Improvement of Water Security and Mitigation of Environmental Impacts in Southern Africa)
  • MiWaSec (Mining and Water security: Development and Implementation of Innovative Strategies for the Prevention and Remediation of Mining-Related Damage to Critical Water Resources in Southern Africa); englische Fassung
  • MultiReWas (Multifunctional Strategies for Resilient Water Security in the Eastern Erongo Region); MultiReWas (englische Fassung)
  • NEU Water (Nature Engineered Urban Design for Water Recycling & Reuse); NEU Water Annex 1 (englische Fassung)
  • OWASA (Open Science to Support Local Water Security in Southern Africa)
  • SusTraL (Sustainable Resource Management to Ensure Water Security in the Limpopo River Basin: An Initiative for a Transboundary Hydro-Economic Model); englische Fassung
  • WaMiNa (Sustainable and Climate Adapted Water Management in Mining Industry of Namibia and Neighbouring Countries)
  • WaReNam (Multi-Scale Water Reuse Strategy for Namibia)

Fachlich übergreifend besteht aktuell auch im Rahmen des vom BMBF geförderten TWAS-DFG Cooperation Visits Programme die Möglichkeit, Unterstützung für kurzfristige Austausche (bis zu 3 Monaten) afrikanischer Forscher in Deutschland zu beantragen. Informationen hierzu finden Sie hier.

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