Aktion 13: Wasserkrisen global mindern

Wir wollen weltweit Wasserkrisen mindern und die Versorgung mit Wasser sichern. Dafür werden wir innovative Technologien entwickeln.

Wo stehen wir?

Berichte des Weltklimarats belegen, dass Dürren und Starkregenereignisse in vielen Regionen der Welt in den kommenden Jahrzehnten voraussichtlich häufiger auftreten werden als heute. Grundwasserspeicher werden bei andauernder Übernutzung abnehmen oder sogar trockenfallen. Die Zahl regionaler Wasserkrisen wird steigen und mit ihr die Zahl wasserbedingter Konflikte. Aber es gibt Technologien und Konzepte zur Erhöhung der Wasserverfügbarkeit. Die Nachfrage nach Wassertechnologien „made in Germany“ zur Vermeidung von Nutzungskonflikten nimmt seit Jahren zu und kann einer nachhaltigen regionalen Entwicklung weltweit auf die Sprünge helfen.

Wo liegt der Forschungsbedarf?

Um Wasser in ausreichender Menge und Qualität für alle bereitzustellen, bedarf es weiterer Forschung. Das kann einerseits die Entwicklung neuer Technologien umfassen, andererseits die Erarbeitung innovativer Organisationsformen und Nutzungskonzepte, etwa um verfügbare Frischwasserquellen möglichst nachhaltig zu bewirtschaften oder um alternative Wasserressourcen zu erschließen. Das können beispielsweise aufbereitetes Salzwasser oder marine Süßwasserlagerstätten sein. In Regionen mit Wasserknappheit ist es außerdem sinnvoll, Wasser effizienter zu nutzen. Insbesondere besteht Bedarf an Konzepten, um Wasserverluste in der Landwirtschaft zu mindern, Wasserkreisläufe in der Industrie zu schließen und Abwässer spezifisch nach ihrer Nutzungsart aufzubereiten und wiederzuverwenden. Dabei ist Hightech kein Muss: Auch einfache und robuste Technologien können – regional und maßgeschneidert – die bestmögliche Option darstellen.

Umsetzungsschritte und Meilensteine

  • Wasserkrisen global zu mindern, ist ein Themenschwerpunkt im ressortübergreifenden Forschungsprogramm Wasser:N, das 2020 veröffentlicht wird. Dieses Regierungsprogramm bildet für die kommenden Jahre das Rahmenkonzept der Bundesregierung für die Förderung von Wasserforschung und Wasserinnovationen.
  • 2020 starten wir das Bundesprogramm „Wassersicherheit in Afrika (WASA)“. Mit WASA sollen Lösungen erarbeitet werden, die sowohl den Bedarfen der afrikanischen Partner als auch den Strategien und Zielen der Bundesregierung für die internationale Zusammenarbeit entsprechen.
  • Weltweit liegen die meisten Länder mit extremem Wasserstress im Nahen und Mittleren Osten. Ab 2020 werden wir unsere Forschungsförderung durch einen neuen Förderschwerpunkt in dieser Region ausbauen.
  • 2020 werden wir die Ergebnisse unseres Forschungsschwerpunktes zur globalen Ressource Wasser veröffentlichen, die zur Erhöhung der Steuerungskompetenz im Wassersektor und zu SDG 6 „Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen“ beitragen werden.
  • 2021 starten wir die Umsetzung des Förderschwerpunktes zum Thema Wassertechnologien und Wiederverwendung.

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