Neuer Call fördert übertragbare Wassertechnologie-Innovationen
Der Bedarf an modernen Wasser‑ und Abwassertechnologien nimmt weltweit stetig zu. Allein in Deutschland gehen Ver- und Entsorger von einem Investitionsbedarf in wasserwirtschaftliche Infrastrukturen in den kommenden 20 Jahren von etwa 800 Milliarden Euro aus. Um Innovationen in diesem Sektor voranzutreiben, setzt Deutschland unter anderem auf die Zusammenarbeit mit internationalen Technologieführern. Vor diesem Hintergrund veröffentlicht die seit 1974 laufende deutsch‑israelische Wassertechnologie‑Kooperation einen neuen Stichtag für Projekteinreichungen. Noch stärker als bislang steht dabei die Übertragbarkeit von Wassertechnik-Innovationen auch außerhalb der beiden Länder im Fokus.
Deutschland und Israel setzen ihre jahrzehntelange Zusammenarbeit in der Wasserforschung mit einem neuen Stichtag fort. Ziel ist es, Innovationen in der Wassertechnologie und in Wassersystemen zu entwickeln, die sich auch auf andere Regionen übertragen lassen. Bis zum 08.07.2026 können Interessierte aus beiden Ländern Anträge für gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte einreichen. Gefördert werden Ideen, die sowohl innovativ als auch wirtschaftlich vielversprechend sind. Der Call-Text und das Antragsformular stehen jeweils auf Englisch zur Verfügung.
Achtung: Für die Einreichung der Förderanträge auf israelischer Seite gibt es zwei Fristen zu beachten: Forschende müssen im ersten Schritt bis spätestens 01.07.2026, 15:00 Uhr (Ortszeit in Israel) eine vorläufige Projektskizze bei der zuständigen Stelle ihrer Forschungseinrichtung über ein online Portal einreichen. Der endgültige Antrag erfolgt dann bis spätestens 08.07.2026 durch die jeweilige Forschungsinstitution in Israel.
Für deutsche Bewerberinnen und Bewerber gilt allein die Frist 08.07.2026.
Die seit 1974 bestehende „Deutsch-Israelische Wassertechnologie-Kooperation“ gehört zu den langjährigsten und erfolgreichsten Forschungszusammenarbeiten zwischen dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) und dem israelischen Wissenschaftsministerium (MOST). Für junge Forschende besteht auch die Möglichkeit einer Bewerbung beim Young Scientist Research Program (YSEP).
Die übergreifenden Ziele der deutsch-israelischen Wassertechnologie-Kooperation sind:
- Entwicklung innovativer Lösungen für wasserbezogene Herausforderungen in Israel, seiner Nachbarschaft oder Deutschland, mit Übertragbarkeit auf vergleichbare Regionen.
- Förderung der Einführung modernster Wasser- und Umwelttechnologien in der Industrie
- Unterstützung und Stärkung der bilateralen und multilateralen Zusammenarbeit im Wassersektor sowie der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft
Die gemeinschaftlichen Projektanträge der deutschen und israelischen Partner werden mithilfe externer Begutachtungen von BMFTR und MOST zur Förderung ausgewählt.
(Quelle: Projektträger Karlsuhe (PTKA)