Wasserinnovationen für die Praxis auf der IFAT 2026
Vom 4. bis 7. Mai 2026 präsentiert das BMFTR auf der Umweltmesse IFAT in München anwendungsorientierte Innovationen aus geförderten Projekten zu grünen Zukunftstechnologien für Wasserversorgung und Abwasseraufbereitung.
Der diesjährige Auftritt des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) auf der Weltleitmesse für Umwelttechnologien IFAT steht unter dem Motto „Ideas2Impact: Wasserinnovationen für die Praxis“. Besucherinnen und Besucher können am BMFTR-Stand (Messehalle B2, Stand 105) Anwendungen und Technologien für eine nachhaltige Wasserwirtschaft kennenlernen, die deutschen Unternehmen im wachsenden Cleantech‑Sektor neue Wachstums‑ und Wertschöpfungschancen eröffnen. Die innovativen Lösungen reichen von intelligenten Werkzeugen für Hochwasservorsorge und Sturzflutmanagement über digitale Drohnen mit Sensoren zur Grundwassererkundung bis zu smarten autonomen Systemen für die Unterwasser-Inspektion von Bauwerken und Häfen.
Interaktive Exponate zu Projekten aus den aktuellen BMFTR-Fördermaßnahmen Wasser-Extremereignisse (WaX), Wasserversorgung der Zukunft (WaZ), Digital GreenTech (DGT) und Wassersicherheit in Afrika (WASA) laden dazu ein, die Innovationen live zu erleben und selbst auszuprobieren. Besucherinnen und Besucher können sich außerdem zu Fördermöglichkeiten im Bereich der Wasserforschung persönlich beraten lassen.
Veranstaltungen auf der Blue Stage
Neben dem Messestand präsentiert das BMFTR auf der IFAT auch zwei Veranstaltungen auf der zentralen Blue Stage in Halle B2: Am 5. Mai (13:30 – 14:20 Uhr), 2026 findet ein Innovationspanel statt, bei dem Vertreterinnen und Vertreter aus BMFTR, Wissenschaft, Industrie und Verbänden diskutieren, wie zukunftsfähige Ideen wirkungsvoll in marktfähige Produkte und Wertschöpfung umgesetzt werden können.
Projekte und Innovationen aus den Bekanntmachungen zur europäischen Partnerschaft Water4All stehen bei einer Session am 6. Mai 2026 (11:30 – 12:20 Uhr) auf dem Programm. Es wird auch ein Ausblick auf die kommende dritte Phase der Partnerschaft gegeben.
Zur BMFTR-geförderten deutsch-afrikanischen Forschungskooperation Wassersicherheit in Afrika (WASA) organisiert die German Water Partnership (GWP) am 5. Mai (12:30 – 13:20 Uhr) eine Paneldiskussion. Sie stellt Erfolge und Erfahrungen aus laufenden WASA-Projekten vor und erörtert Herausforderungen und Chancen bei der Umsetzung solcher transdisziplinärer Projekte.
Am 6.Mai (12:30 – 13:20 Uhr) geht es im Innovationsforum der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA) und des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) um innovative wirtschaftliche Lösungen zum regionalen P-Recycling und zur Klärschlammverwertung, die in der BMFTR-Maßnahme Regionales Phosphor-Recycling (RePhoR) entwickelt und umgesetzt werden.
Folgende BMFTR-Projekte sind mit Exponaten auf dem Messestand vertreten:
FloReST – Urbane Wasserwege verstehen
FloReST hat intelligente Werkzeuge für die Hochwasser- und Sturzflutvorsorge entwickelt. Sie machen Extremereignisse spielerisch erlebbar und helfen Planern bei der Ermittlung von Fließwegen, um die Infrastruktur in Ortschaften besser zu schützen. Ein Beispiel dafür ist eine Augmented Reality (AR)-Sandbox, die physisches Modellieren mit digitaler Projektion kombiniert. Damit können Überflutungen simuliert, Schutzmaßnahmen getestet und Notabflusswege veranschaulicht werden. Die AR-Sandbox kann in Bildung, Planung und beim Bürgerdialog eingesetzt werden.
SeeKaquA – Grundwasser finden per Drohne
Im südlichen Afrika ist Oberflächenwasser oft nur saisonal verfügbar und gleichzeitig anfällig für Verunreinigungen. SeeKaquA erkundet tiefere Grundwasserressourcen mit einem neuen drohnengestützten elektromagnetischen Messystem. Aus den Daten werden mit einer speziellen Software 3D-Untergrundmodelle tiefer Grundwasserleiter generiert. Sie helfen, geeignete Standorte für Brunnenbohrungen zu bestimmen und darauf aufbauend Strategien zum nachhaltigen Wassermanagement für das südliche Afrika zu entwickeln.
SIMON – Smartes Unterwasser-Monitoring
Das Projekt SIMON entwickelt eine autonome Unterwasser-Drohne mit smarter Umwelt-Sensorik und KI-Analysen. Das System soll zeitlich-räumlich hochaufgelöste Umweltdaten aus dem Hamburger Hafen liefern und so frühzeitig auf Umweltrisiken hinweisen. Ziel ist es, das komplette Unterwasser-Drohnensystem langfristig in Hamburg und auch in anderen Häfen zum smarten Umweltmonitoring zu nutzen.
SUBmarIne – Unterwasser-Bauwerksinspektion
Staumauern sind wasserbauliche Anlagen, die regelmäßig überprüft werden müssen. Besonders für die unter Wasser liegenden Bauteile ist das teuer und aufwändig, sodass Schäden häufig erst verzögert auffallen. In SUBmarIne entsteht ein kostengünstiges System für die autonome Unterwasser-Inspektion: Tauchroboter nehmen hochauflösende Bilder auf. Mit bildbasierter Vermessung entsteht ein 3D-Modell, das eine KI automatisch auf Schäden analysiert. Das Verfahren soll neue Prüfstandards in Deutschland setzen.
Innovationsatlas Wasser
Einen Überblick zu allen Innovationen aus der BMFTR-geförderten Wasserforschung bietet der Innovationsatlas Wasser. Das laufend aktualisierte Online-Angebot ermöglicht mit verschiedenen Suchfunktionen den einfachen Zugang zu Technologien, Verfahren, Managementkonzepten, Software-Tools und Bildungsmaterialien, die in aktuellen und abgeschlossenen Fördermaßnahmen oder Initiativen entwickelt wurden. Der Innovationsatlas steht auf Deutsch und Englisch zur Verfügung.