Workshops 7. BMBF-Symposium „Nachhaltigkeit in der Wissenschaft“
Workshop 1
Hochschulen stehen bei der Verankerung von Nachhaltigkeit in ihren Strukturen, Prozessen und Routinen vor komplexen Aufgaben. Vor diesem Hintergrund hat die Hochschulrektorenkonferenz das Audit „Nachhaltigkeit an Hochschulen“ als reflexives Governance-Instrument konzipiert und im vergangenen Jahr erstmals an vier Hochschulen pilotiert.
Das Audit unterstützt Hochschulen in einem strukturierten Prozess dabei, ihre Nachhaltigkeitsstrategien, -ziele und -aktivitäten kritisch in den Blick zu nehmen sowie ihre Nachhaltigkeitsgovernance gezielt zu reflektieren und fortzuentwickeln. Im Workshop werden der Ablauf und die zentralen Elemente des Audits vorgestellt. Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Pilothochschulen geben Einblicke in ihre Erfahrungen mit dem Verfahren.
Workshopleitung: Corina Horeth, Jorin Meyer, Andrea Sakoparnig (Hochschulrektorenkonferenz); Vertreterinnen und Vertreter der Pilothochschulen
Workshop 2
Internationale Rahmenwerke zu Bildung, Kultur und Nachhaltigkeit gewinnen aktuell spürbar an politischer und strategischer Relevanz – auch für Hochschulen, die Nachhaltigkeit nicht nur „implementieren“, sondern transformativ verankern wollen. Der Workshop eröffnet einen gemeinsamen Denk- und Arbeitsraum, um neuere internationale Bezugspunkte als stärkende Rahmungen transformativer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zu erschließen und für hochschulische Praxis zu übersetzen.
Im Mittelpunkt stehen unter anderem die letzten UNESCO MONDIACULT Declarations, der UN Pact for the Future sowie die UNESCO Recommendation on Education for Peace and Human Rights, International Understanding, Cooperation, Fundamental Freedoms, Global Citizenship and Sustainable Development. Mit den Teilnehmenden wollen wir einen Blick darauf werfen, welche Narrative, Zielbilder und Handlungsaufträge diese Dokumente transportieren, wo Anschlussstellen zu Hochschulstrategie, Governance, Curricula, Campus und Third Mission liegen und wie sich daraus konkrete Hebel für institutionelle Veränderungsprozesse ableiten lassen – im Spannungsfeld von Bildung, Kultur und Zukunftsgestaltung?
Workshopleitung: Jacobus Bracker & Maike Land (Hochschulrektorenkonferenz)
Workshop 3
Gebäude verursachen bundesweit ein Drittel der CO2-Emissionen, verbrauchen 40 Prozent Endenergie, tragen zu 50 Prozent des Abfallaufkommens bei und sind zudem kostenintensiv. Der gezielte Umgang mit diesem ressourcenintensiven Arbeitsmittel ist somit von großer Bedeutung für Hochschulen, die sich nachhaltig entwickeln wollen. Das Potenzial hierfür ist verblüffend groß, wie die vorgestellten Untersuchungen zeigen. Ein innovativer Lösungsansatz liegt im Prinzip der Suffizienz, die uns einen maßvollen Umgang ohne Verschwendung lehrt und vor allem soziale Innovation bedarf. Good Practices und Anreize zeigen, wie Suffizienz praktisch gelingen kann. Gemeinsam diskutieren wir, ob und wie diese auch im Hochschulkontext umsetzbar sind.
Workshopleitung: Prof. Dr. Anika Möcker (Hochschule Mittweida); Prof. Dr.-Ing. Regina Zeitner, Jennifer Schneidt (Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin)
Workshop 4
Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Hochschulen sind integrale Akteure des Wissenschaftssystems. Sie unterscheiden sich stark im Hinblick auf ihre Organisationsform. Entsprechend sind sie bei der Implementierung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen jeweils mit unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert. Im Workshop präsentieren Vertreterinnen und Vertreter der Fraunhofer-Gesellschaft, der Leibniz- und Helmholtz-Gemeinschaft Good-Practice-Projekte und sprechen über Umsetzungshindernisse. Eine anschließende Diskussion versucht die Möglichkeiten des Transfers von vielversprechenden Lösungen auf andere Organisationen auszuloten. Weitere Informationen folgen in Kürze.
Workshopleitung: Vertreterinnen und Vertretern der Geschäftsstellen der Leibniz-Gemeinschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Fraunhofer-Gesellschaft
Workshop 5
Angesichts des enormen Energieverbrauchs von wissenschaftlichen Laboren werden Innovationen zur Minderung ihres ökologischen Fußabdrucks dringend gebraucht. Projektbasierte Impulse wurden in den letzten Jahren sowohl international oder in Deutschland bereits gesetzt. In dem Workshop zeigen Vertreterinnen und Vertreter von Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen, worauf es ankommt bei der Umstellung auf nachhaltige Labor-Praktiken. Weitere Informationen folgen in Kürze.
Workshopleitung: Prof. Dr.-Ing. Axel Gottschalk (Hochschule Bremerhaven)
Workshop 6
Im Rahmen des Workshops wollen wir Perspektiven unterschiedlicher Statusgruppen an Hochschulen einnehmen und Zusammenarbeit für Transformation gemeinsam denken. Dafür werden bestehende Erfahrungen mit den Teilnehmenden systematisch reflektiert, Ansätze für statusgruppenübergreifende Zusammenarbeit geteilt und gemeinsam entwickelt. Ziel ist es, Transformationsprozesse wirksamer mit allen Statusgruppen zu gestalten. Zum Abschluss stellen die Workshopgebenden ihre Erfahrungen aus verschiedenen Projekten vor und diskutieren die Umsetzung.
Workshopleitung: Phillip Gutberlet (youpan); Rahel Meier (Klimabildung e.V.); Florian Pauli (netzwerk n e.V.)
Workshop 7
Als Institutionen sind Hochschulen eng mit ihrem städtischen und regionalen Umfeld verflochten. Kooperationen zwischen Hochschulen und Städten bzw. Regionen bergen ein großes Potenzial für die Transformation. Gemeinsam können Lösungen entwickelt werden, die dann sowohl von der Hochschule als auch durch kommunale oder lokale Akteure genutzt werden können. Im Workshop werden Good-Practice-Beispiele vorgestellt, Hindernisse thematisiert und Ideen diskutiert, die darauf abzielen, dass der Transfer und die wechselseitigen Lernprozesse in Kooperationen zwischen Hochschulen und Städten/ Regionen intensiviert und gestärkt werden können.
Workshopleitung: Wiebke Hoffmann & Philipp Spiegel (Stifterverband); Dr. Oliver Parodi (Karlsruher Institut für Technologie)
Workshop 8
Alternative Finanzierungs- und Betreibermodelle an Hochschulen – Blaupause für andere Einrichtungen?
In diesem Workshop werden innovative Finanzierungs- und Betreibermodelle für Hochschulen vorgestellt und diskutiert. Wir erklären Möglichkeiten zur Messung von Nachhaltigkeitsimpacts, stellen einen praxisnahen Handlungsleitfaden vor und geben Beispiele nachhaltiger alternativer Finanzierungsmöglichkeiten, die als Blaupause für weitere Einrichtungen dienen können. Ziel ist es, Teilnehmenden konkrete Impulse und Handlungsmöglichkeiten für die Umsetzung nachhaltiger Projekte an ihren eigenen Einrichtungen zu vermitteln.
Workshopleitung: Prof. Dr. Diana Hehenberger-Risse (Hochschule Landshut für angewandte Wissenschaften); Prof. Dr. Christiane Hellbach (Ostbayrische Technische Hochschule Amberg-Weiden); Prof. Dr. Ulrich Müller-Steinfahrt (Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt)
WORKSHOP 9
Anwendungsorientierte Lehrformate wie Service Learning erfüllen mehrere Anforderungen zugleich: Die Lehrveranstaltungen gehen über theoretische Inhalte hinaus und werden in Real-Life-Settings verlagert, zugleich kann der Wissens- und Kompetenztransfer im Umfeld der Hochschulen ausgeweitet werden. Jedoch zeigt sich auch, dass die curricularen Rahmenbedingungen das Konzept immer wieder schwer umsetzbar machen. Der Workshop thematisiert die Chancen und Grenzen von Service Learning und anderen anwendungsorientierten BNE-Lehrformaten und stellt Good-Practice-Beispiele vor. Weitere Informationen folgen in Kürze.
Workshopleitung: Prof. Dr. Marco Rieckmann (Universität Vechta)
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