01.06.2019 30.06.2021
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Eine Innovationsplattform für Power-to-X

Wie der Strukturwandel im Rheinischen Revier gelingen kann, zeigen das Forschungszentrum Jülich und die RWTH Aachen University: Sie setzen eine offene Innovationsplattform für Wissenschaft und Unternehmen auf, die vielversprechende Lösungen zu Power-to-X voranbringt. Mit dieser Zukunftstechnologie kann das klimaschädliche Kohlenstoffdioxid (CO2) mit Hilfe von erneuerbaren Energien in synthetische Kraftstoffe und einen nachhaltigen Rohstoff für die Industrie umgewandelt werden.

Unter Power-to-X werden unterschiedliche Energie- und Stoff-Wandlungstechnologien zusammengefasst, wobei das „X" für synthetische Gase, Kraftstoffe oder Chemikalien stehen kann. Die Basis von nachhaltigen Power-to-X Wertschöpfungsketten bildet immer erneuerbar erzeugter Strom aus Wind-, Photovoltaik- oder Biogasanlagen, Wasser und eine regenerative Kohlenstoffquelle.

Ziel dieser nachhaltigen Power-to-X Wertschöpfungsketten ist es, unter Einsatz von erneuerbar erzeugtem Strom, Wasserstoff, synthetische Kraftstoffe oder Basischemikalien effizient und zeitlich flexibel zu produzieren. Später werden die Rohstoffe in der Energie- oder Chemiebranche sowie im Transport & Verkehr eingesetzt und so klimaschädliche Energieträger auf fossiler Basis ersetzt. Damit können signifikante Einsparungen von CO2-Emissionen erzielt werden.

Projektinformation:

Projektpartner:
Forschungszentrum Jülich
RWTH Aachen University

Laufzeit:
01.07.2019 – 30.06.2021

Über die Innovationsplattform iNEW (Inkubator für Nach-haltige Elektrochemische Wertschöpfung) tauschen sich Wissenschaft und Unternehmen aus dem Rheinischen Revier über den Einsatz dieser vielversprechenden Verfahren aus. Hier werden aussichtsreiche Power-to-X-Ansätze aus der Grundlagenforschung identifiziert, anschließend geprüft und über eine Demonstration im Labormaßstab bis zum Versuchsaufbau unter Realbedingungen weiterentwickelt.

Neben der RWTH Aachen als wissenschaftlichem Projektpartner sind unter anderem die Covestro Deutschland AG sowie die RWE Power AG in das Forschungsprojekt eingebunden.
Das Rheinische Revier wird so zur Demonstrationsregion für Power-to-X und eine international wegweisende Stellung für nachhaltige industrielle Produktionsverfahren einnehmen. Das schafft Arbeitsplätze und qualifiziert Absolventen für den regionalen Arbeitsmarkt.

Die wissenschaftlichen Grundlagen für iNEW stammen aus zwei nationalen Leuchtturmprojekten mit Jülicher Beteiligung, dem Kopernikus-Projekt „P2X – Erforschung, Validierung und Implementierung von Power-To-X-Konzepten" und dem Exzellenzcluster „Fuel Science Center – Adaptive Systeme zur Umwandlung von erneuerbarer Energie und Kohlenstoffquellen". In beiden Projekten wird erforscht, wie erneuerbare Energie in verschiedene Formen von Energiespeichern und wertvollen Grundstoffen umgewandelt werden kann. Damit bieten sie komplette nachhaltige Wertschöpfungs-ketten von regenerativen Ressourcen bis hin zu definierten Produkten wie wichtigen Grundchemikalien und synthetischen Kraftstoffe.

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