CarPri – Kohlenstoffbepreisung nach Paris

Das Pariser Klimaabkommen ist das zentrale internationale Abkommen, um die Herausforderung des anthropogenen Klimawandels zu adressieren. Um das globale Ziel der Beschränkung des Temperaturanstiegs gegenüber vorindustriellen Zeiten auf maximal 2 °C zu erreichen, sind die Staaten darin aufgefordert, sich nationale Ziele zu setzen. Eine zentrale Frage ist, wie die Ziele effektiv und effizient erreicht werden können. Hier kann die Kohlenstoffbepreisung eine wichtige Rolle spielen. Eine andere Frage ist, welche ökonomischen Auswirkungen verschiedene Klimapolitiken haben. Diese Fragen können am besten mithilfe von Klima-Ökonomie-Modellen beantwortet werden.

Zielsetzung

Ziel des Projektes ist die Durchführung einer modellgestützten Simulationsstudie zu den ökonomischen und emissionsseitigen Auswirkungen der Pariser Klimaschutzziele bzw. der damit einhergehenden Kohlenstoffbepreisung. Im Rahmen des renommierten „Energy Modelling Forum" (EMF) der Stanford University sollen ein Dutzend internationaler Modellierungsteams mit ihren Klima-Ökonomie-Modellen an der Studie teilnehmen, die vom Institut für Weltwirtschaft und der Universität Oldenburg koordiniert wird. Alle Modellierungsteams werden gemeinsam entwickelte, harmonisierte Szenarien simulieren, um die ökonomischen Implikationen einer Umsetzung der Pariser Klimaschutzziele bei verschiedenen Optionen der Ausgestaltung von Kohlenstoffbepreisung und dem Einsatz anderer komplementärer Regulierungsinstrumente wie z. B. einer Förderung erneuerbarer Energien zu untersuchen. Darüber hinaus führen die Teams zusätzliche individuelle Studien durch, um wichtige Aspekte der klimapolitischen Regulierung oder auch spezielle regionale Implikationen vertiefend zu analysieren.

Die wissenschaftlichen Ergebnisse aller Modellierungsteams werden in einem Special Issue einer internationalen Fachzeitschrift veröffentlicht. Das Projekt verfolgt explizit einen gesellschaftlichen Nutzen für politische Entscheidungsträger/-innen sowie für gesellschaftliche Stakeholder, die in die Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens involviert sind. Dazu sind zwei jeweils eintägige Disseminationsworkshops in Washington und Brüssel vorgesehen.

Kontakt

Prof. Dr. Sonja Peterson
Institut für Weltwirtschaft
Wissenschaftliche Geschäftsführung und Forschungsbereich „Umwelt und natürliche Ressourcen
Kiellinie 66
24105 Kiel
Tel: +49 (0)431 8814 406
E-Mail: Sonja.peterson@ifw-kiel.de

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