01.06.2010
01.06.2016


Innovative Systemlösungen für Nachhaltiges Landmanagement

Die Fördermaßnahme „Innovative Systemlösungen für ein Nachhaltiges Landmanagement“  förderte 13 Forschungsprojekte, die Handlungsoptionen für einen nachhaltigen Umgang mit der begrenzten Ressource Land entwickelten. Ihre angewandte Forschung gibt dem Land neue Perspektiven.

Drei Forschende im Freien. (goodluz / 123RF)
Forschungen, die dem Land neue Perspektiven geben: "Innovative Systemlösungen für ein Nachhaltiges Landmanagement". 
Foto: goodluz / 123RF

Die 13 Projektverbünde forschten von 2010 bis 2016 regional ausgerichtet und umsetzungsorientiert an nachhaltigen Lösungen für die Landnutzung. Ihre Schwerpunkte: regionale Wertschöpfungsnetze für Rohstoffe und Ressourcen, integriertes Management von regionalen Energie- und Stoffströmen, gleichwertige Entwicklung von Stadt und Land. So entstanden z.B. Modelle, wie sich Kulturlandschaften oder schützenswerte Naturräume wirtschaftlich erhalten lassen; Tools, die Kommunen bei einer vorausschauenden Siedlungsplanung helfen oder Modelle für Null-Emissions-Gemeinden. 

Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen schlossen sich mit Akteuren aus Kommunen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu Forschungsverbünden zusammen. Dieser Ansatz, der über Fachdisziplinen und -interessen hinweg und in konkreten regionalen Handlungsräumen denkt, ist angesichts der drängenden Fragen nach Nachhaltigkeit notwendig.

Denn Land ist Lebensraum und genauso begrenzt wie andere Ressourcen. Für die vielfältigen Herausforderungen und Ansprüche, die Klimawandel, Energiewende und demografischer Wandel an die Landnutzung stellen, fanden die Forschungsverbünde Antworten. Sie bringen soziale, ökologische und ökonomische Ziele miteinander in Einklang. Einige Forschungsergebnisse haben den Weg in die dauerhafte Anwendung in der Landnutzung gefunden, andere liefern Ansätze für weitere Forschungen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) förderte die Forschungsprojekte mit insgesamt 43,5 Millionen Euro.  Mehr über die Ergebnisse.

Als wissenschaftliches Begleitvorhaben der Fördermaßnahme sichert das Team des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) in Müncheberg den Austausch, die Synthese und die Verfügbarkeit von Wissensbeständen. So sorgten die Müncheberger Wissenschaftler gemeinsam mit dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) auch dafür, dass die Lösungen, Produkte und wissenschaftlichen Erkenntnisse verfügbar sind. Die „Wissensthek Nachhaltiges Landmanagement“ enthält praktische Entscheidungshilfen, Tools, Kalkulatoren und Leitfäden ebenso wie Forschungsberichte und Beiträge in Fachmedien.

Zuletzt geändert: 15.08.2017